Aufzug auf der Leinwand: Romeo + Julia

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn auf der Kinoleinwand Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der Filmgeschichte. Diesmal: Ein Aufzug in Einzelteilen.

Nicht nur in Hollywood fragt man sich dieser Tage gespannt: Ist er endlich dran? Darf Leonardo DiCaprio bei der Oscar-Verleihung, die in der Nacht von Sonntag auf Montag zum 88. Mal stattfinden wird, zum ersten Mal die goldene Trophäe entgegennehmen – nach fünf erfolglos gebliebenen Nominierungen? Vielen gilt der 41-jährige, der sogar in Hollywood geboren wurde, diesem schillerndsten Stadtteil von Los Angeles, längst als einer der besten Schauspieler einer ganzen Generation.
Zu Beginn seiner Karriere für den Schmachtfetzen Titanic noch müde belächelt und als „Milchgesicht“ abgestempelt, hat DiCaprio inzwischen längst gezeigt, wozu er fähig ist – und das sind nicht selten höchst abgründige Rollen. Hochstapler (Catch Me If You Can) und Neurotiker (Aviator) spielte er bereits, einen absolutistischen Herrscher (Der Mann in der eisernen Maske) und dekadenten Lebemann (Der große Gatsby), Diamantenschmuggler (Blood Diamond) und Plantagenbesitzer (Django Unchained), Bandenkrieger (Gangs of New York) und Polizeispitzel (Departed), einen abgehobenen Börsenmakler (The Wolf of Wall Street) und untreuen Ehemann (Zeiten des Aufruhrs). Zusammenschnitte von DiCaprios vermeintlich besten Filmauftritten gibt es zuhauf bei YouTube, doch die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat nun erst einmal nur seine Leistung im epischen Naturspektakel The Revenant zu beurteilen.
Die erste Oscar-Nominierung gab es für „Leo“ übrigens schon 1994, als geistig behinderter Filmbruder von Johnny Depp in Gilbert Grape. Und auch wenn es damals und seitdem mit der größten aller Ehrungen nichts wurde, konnte sich DiCaprio doch immerhin schon mal den Silbernen Bären der Berlinale abholen: 1997 für seine Hauptrolle in Romeo und Julia.

Worum geht’s in William Shakespeares Romeo + Julia?

Die lateinamerikanischen Küstenmetropole Verona Beach ist Schauplatz eines erbarmungslosen Bandenkrieges zwischen Montagues und Capulets. Bei einem Maskenball verlieben sich die jüngsten Zöglinge der verfeindeten Clans, Romeo (Leonardo DiCaprio) und Julia (Claire Danes). Ohne das Wissen ihrer Eltern wollen sich die Verliebten vermählen und hoffen so, die ewige Fehde zwischen den beiden Häusern zu beenden. Als Romeo bei einer Auseinandersetzung den Cousin von Julia tötet, muss er aus Verona Beach fliehen. Doch inzwischen soll Julia auf Drängen ihrer Eltern mit dem einflussreichen Grafen Paris (Paul Rudd) vermählt werden. Um der Hochzeit zu entgehen, bekommt sie von Pater Laurence (Pete Postlethwaite) einen Trank verabreicht, der sie vorübergehend in einen todesähnlichen Zustand versetzt. (Quelle: filmstarts.de)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Noch spektakulärer als der erste Kuss von Romeo und Julia ist das Making-of der Szene. Denn die Kamera passte nicht in den engen Aufzug, und so wurde der einfach nach und nach zusammen- und wieder auseinandergebaut, während die Kamera auf einer kreisförmigen Schiene rundherumfuhr. Ihnen fällt es schwer, sich das vorzustellen? Kein Problem, einfach ansehen:

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