Aufzug auf der Leinwand: Departed – Unter Feinden

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn auf der Kinoleinwand Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der Filmgeschichte. Diesmal: Zwei steigen ein, einer steigt aus.

Am 28. Februar ist es wieder so weit: Im Dolby Theatre in Los Angeles werden zum 88. Mal die prestigeträchtigsten Tophäen des Filmgeschäfts vergeben, die Oscars. Gut möglich, dass dann auch endlich Leonardo DiCaprio seinen ersten Academy Award abholen darf, für The Revenant ist er zumindest wieder einmal nominiert – zum bereits sechsten Mal.
Bevor wir uns aber in der kommenden Woche eingehender mit „Leo“ beschäftigen, richten wir unseren Fokus zunächst auf einen Mann, der gut und gerne DiCaprios Großvater sein könnte. „Fokus“ ist dabei das richtige Stichwort, denn Michael Ballhaus gehört zu den renommiertesten Kameramännern der Filmgeschichte, auch weil er einst mit dem sogenannten „Ballhaus-Kreisel“ die 360-Grad-Kamerafahrt bekannt machte. Der heute 80-jährige „Director of Photography“, wie der Beruf im Englischen viel würdevoller heißt, wird am heutigen Donnerstag für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Ehrenbären der Berlinale ausgezeichnet.
Zum ersten Mal führte der gebürtige Berliner Ballhaus seine Kamera 1959, es folgten 15 Filme mit Rainer Werner Fassbinder und über hundert weitere mit Regisseuren wie Francis Ford Coppola, Robert Redford oder Wolfgang Petersen, vor allem aber mit Martin Scorsese. Sieben Kinofilme machten die beiden zusammen, von Die Zeit nach Mitternacht über Good Fellas bis hin zu Departed.

Worum geht’s in Departed – Unter Feinden?

Die Polizei von Boston kämpft gegen die Iren-Mafia unter Führung von Gangsterboss Costello (Jack Nicholson). In dessen Organisation wird Billy (Leonardo DiCaprio) eingeschleust, kurz nachdem er die Polizeiakademie absolviert hat. Es dauert nicht lange, da hat er das Vertrauen des Paten gewonnen. Colin (Matt Damon) ist Billys Gegenpart. Er wurde schon als Kind von Costello für die Mafia rekrutiert und arbeitet jetzt als Maulwurf bei der Polizei. Er schafft es in eine Luxuswohnung mit Aussicht auf die goldene Kuppel des Parlamentsgebäudes, bleibt seiner Vaterfigur aber immer verpflichtet und versorgt ihn mit Informationen über die Pläne seiner Feinde. Durch die Arbeit des jeweils anderen wird die Luft für die beiden Maulwürfe Billy und Colin nun langsam, aber stetig immer dünner. (Quelle: filmstarts.de)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Diesmal herrscht erhöhter Spoiler-Alarm, denn im Aufzug nimmt das große Finale des Films seinen Anfang (bzw. für einen der Beteiligten sein Ende). Also entweder schnell wetten, wer von beiden die Fahrstuhlfahrt nicht übersteht – oder am besten bei Gelegenheit gleich den ganzen Film sehen.

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