Irak plant “Vertical City” mit 1152-Meter-Turm “The Bride”

Asien macht munter weiter beim Turmbau der Superlative: In der irakischen Hafenmetropole Basra soll eine “vertikale Stadt” entstehen – samt Krankenhäusern, Schulen und einem eigenen Bahnnetz. Mittendrin: das höchste Gebäude der Welt.

Der Wettstreit um das höchste Gebäude der Welt ist uralt – und er geht in die nächste Runde. Aktueller Rekordhalter ist der Burj Khalifa in Dubai mit knapp 830 Metern Höhe, die 1000 Meter-Marke soll aber schon bald fallen. Dann nämlich, wenn der Kingdom Tower im saudi-arabischen Dschidda fertiggestellt ist, dessen Finanzierung vor wenigen Tagen gesichert wurde, wie wir meldeten.

© Screenshot YouTube

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Allerdings gibt es andere, noch kühnere Pläne – und zwar im Irak, der sich bisher eher nicht durch besonders spektakuläre Hochhausprojekte hervorgetan hat. Die vom Erdöl lebende Industriestadt Basra im Süden des Landes trägt den Spitznamen “the Bride of the Gulf”, sie ist die wichtigste Hafenstadt im Irak. Und die “Braut des (Persischen) Golfs” bekommt eine Schwester, eine neue, extrem hochgewachsene Braut: The Bride soll das neue Werk des britisch-irakischen Architekturbüros AMBS heißen. Der Name des Turms ist auch seinem Aussehen entlehnt: Die fließende, leichte Optik der Glasfassade erinnert an einen Brautschleier.

“Vertical City” mit eigenem Bahnnetz

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Samt Antenne sehen die Pläne eine Gesamthöhe von 1152 Metern vor. Doch nicht ein einziger Turm ist vorgesehen, vielmehr eine ganze “vertikale Stadt”. Vier durch riesige, in der Luft gelegene Plattformen und Gärten miteinander verbundene, kaskadenartige Gebäude sollen dabei entstehen, die das soziale Leben in die Höhe verlagern. Wohnungen, Büros, Hotels, Einkaufszentren, Schulen, Krankenhäuser und ein eigenes Bahnnetz: 1,55 Millionen Quadratmeter soll der Komplex künftig einmal einnehmen und 230 Stockwerke umfassen.

The Bride ist dabei als energieautarkes Gebäude mit vorbildlicher Ökobilanz geplant. Eigene Solarkraftwerke sollen die nötige Energie erzeugen, Schatten spenden sich die Türme gegenseitig. Bei der Höhe wird indes ein wenig geschummelt – wie es bei Wolkenkratzern durchaus üblich ist: 964 Meter wird der Tower 1 selbst in den Himmel ragen, stolze 188 Meter setzt die Antenne noch einmal oben drauf.

Mehr dazu – samt Bildern des Entwurfs – unter spiegel.de, t-online.de und unter tagesspiegel.de.

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