Aufzug auf der Leinwand: In the Line of Fire

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn auf der Kinoleinwand Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der Filmgeschichte. Diesmal: eine Hand als Angebot.

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College-Neuling Jonathan (Andrew McCarthy) ist schüchtern. Genau wie sein bester Freund Skip (Rob Lowe) fiebert er noch immer dem „ersten Mal“ entgegen. Das kommt eines Tages völlig unverhofft im gläsernen Fahrstuhl angerauscht: Eine tolle Frau (Jacqueline Bisset) verführt den staunenden Jungen und raubt ihm endlich die Unschuld. Aber dann entpuppt sich die schöne Ellen als Skips Mutter. Eine harte Probe für die beiden College-Freunde und ihre bisher so reibungslose Beziehung… Jacqueline Bisset und die Jungstars geben ihr Bestes. Dennoch wirkt die Romanze wie eine reichlich oberflächliche Kopie des 67er-Hits „Reifeprüfung“.mehr bei Cinema.de: http://www.cinema.de/film/class,1305892.html
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Stell dir vor, du bist ein deutscher Filmemacher mit einigem Ansehen in der Heimat, aber noch ohne den großen Durchbruch in Hollywood. Und dann ruft Clint Eastwood an und bittet dich darum, bei einem Film die Regie zu übernehmen. Wolfgang Petersen – in Deutschland bekannt geworden durch Das Boot und Die unendliche Geschichte – ergriff die Chance und lebte praktischerweie auch schon einige Jahre in Los Angeles, als die Dreharbeiten für den Politthriller In the Line of Fire begannen. Tatsächlich wurde der Film, für den der legendäre italienische Filmkomponist Ennio Morricone (Spiel mir das Lied vom Tod) die Musik schrieb, ein Erfolg, seitdem drehte Petersen unter Der Sturm und Troja in der Traumfabrik, arbeitete mit Harrison Ford, George Clooney und Brad Pitt zusammen.
Doch In the Line of Fire war mehr als ein Türöffner, es war in gewisser Weise sogar ein technisches Pionierwerk. Denn erstmals wurden darin in einem Hollywoodfilm digitale, fotorealistische Effekte eingesetzt. Allerdings blieben sie weitgehend unbemerkt, nicht einmal eine Oscar-Nominierung für Visual Effects gab es zur Belohnung. Als ein Filmproduzent später die Aufnahmen der fliegenden Air Force One sah und bei den Machern des Films anfragte, wo man das Flugzeug mieten könne, lautete die (damals noch verblüffende) Antwort: Das war nur eine Computeranimation.

Worum geht’s in In the Line of Fire – Die zweite Chance?

Agent Frank Horrigan (Clint Eastwood) ist ein alter Hase beim Secret Service und gehörte zu den Leibwächtern von John F. Kennedy. Der Mord am Präsidenten beschäftigt ihn auch nach 30 Jahren noch. Dann erhält er einen seltsamen Anruf: Ein Fremder (John Malkovich), er nennt sich Booth, kündigt an, den Präsidenten zu töten. Horrigan nimmt diese Bedrohung ernst und setzt alles daran, dass nicht wieder ein US-Präsident ins Gras beißt, womöglich durch seine Schuld. Er nimmt seinen alten Dienst wieder auf – doch die Sicherheitsvorkehrungen werden durch das Wahlkampfprogramm des Präsidenten erheblich erschwert. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, gegen einen scheinbar perfekten Killer. (Quelle: filmstarts.de)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Vor allem ums Überleben – aber auch um Integrität. Denn selbst wenn Booth alias Mitch Leary gerade noch den US-Präsidenten umbringen wollte und erst wenige Sekunden zuvor drauf und dran war, Frank Horrigan zu erschießen, reicht dieser ihm nun die Hand, um ihm vor dem Sturz aus dem Aufzug zu bewahren. Der Attentäter hatte dem Agenten selbst einmal das Leben gerettet, nun wiederholt sich das Spiel mit vertauschten Rollen.

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