Aufzug auf der Leinwand: Mission: Impossible III

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn auf der Kinoleinwand Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der Filmgeschichte. Diesmal: Kampf mit Kopfschutz.

College-Neuling Jonathan (Andrew McCarthy) ist schüchtern. Genau wie sein bester Freund Skip (Rob Lowe) fiebert er noch immer dem „ersten Mal“ entgegen. Das kommt eines Tages völlig unverhofft im gläsernen Fahrstuhl angerauscht: Eine tolle Frau (Jacqueline Bisset) verführt den staunenden Jungen und raubt ihm endlich die Unschuld. Aber dann entpuppt sich die schöne Ellen als Skips Mutter. Eine harte Probe für die beiden College-Freunde und ihre bisher so reibungslose Beziehung… Jacqueline Bisset und die Jungstars geben ihr Bestes. Dennoch wirkt die Romanze wie eine reichlich oberflächliche Kopie des 67er-Hits „Reifeprüfung“.mehr bei Cinema.de: http://www.cinema.de/film/class,1305892.html
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Was um alles in der Welt hat ein actiongeladener Agententhriller mit einer Hasenpfote zu tun? Das dürften sich alle gefragt haben, die den dritten der mittlerweile fünf Filme von Mission: Impossible gesehen haben. Vom Kino, zumindest mal jenem aus Hollywood, ist man doch eigentlich gewohnt, dass alle Fragen restlos beantwortet sind, wenn der Abspann einsetzt – und dass höchstens man selbst den einen oder anderen Kniff oder eine Wendung des Drehbuchs nicht ganz verstanden hat. Nicht so aber im Fall der Hasenpfote, die einer Operation in J. J. Abrams Film von 2006 den Decknamen liefert. Ist damit nun ein Talisman gemeint, der gleichnamige Pilz oder gar ein Éclair? Die Auflösung steht noch aus, und damit bewegen sich die Filmemacher in bester Tradition des MacGuffin.
Was das nun schon wieder ist? Der Regiegroßmeister Alfred Hitchcock erklärte es einst in einem Interview mithilfe einer kurzen Geschichte: „Es könnte ein schottischer Name sein aus einer Geschichte über zwei Männer, die Zug fahren. Der eine Mann fragt: ‚Was ist das für ein Päckchen in der Gepäckablage?‘ ‚Nun‘, sagt der andere Mann, ‚das ist ein MacGuffin.‘ ‚Was ist ein MacGuffin?‘ ‚Ein MacGuffin ist ein Apparat, um im schottischen Hochland Löwen zu fangen.‘ ‚Aber im schottischen Hochland gibt es doch gar keine Löwen.‘ ‚Nun, dann ist es eben auch kein MacGuffin.‘ Sehen Sie, ein MacGuffin ist gar nichts.“ Alle Fragen beantwortet? Wahrscheinlich nicht, und genau das ist ja auch der Zweck des MacGuffin. Quasi ein Running Gag ohne Witz – dafür aber mit viel Rätselpotenzial.

Worum geht’s in Mission: Impossible III?

Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) kümmert sich mittlerweile nur noch um die Ausbildung neuer Agenten und führt ein ruhiges Leben mit seiner Freundin Julia (Michelle Monaghan). Dann erfährt er jedoch, dass seine Schülerin Lindsey (Keri Russell) bei einem verdeckten Einsatz enttarnt wurde und nun gefangen gehalten wird. Ethan begibt sich mit seinem Team auf Rettungsmission – allerdings mit katastrophalem Ausgang. Als die IMFler weitere Nachforschungen anstellen, führen die Spuren zum Informations- und Waffenhändler Owen Davian (Philip Seymour Hoffman), der etwas ganz Großes zu planen scheint. Kurzerhand wird beschlossen, Davian zu entführen – womit sich Ethan einen gnadenlosen Feind schafft. (Quelle: filmstarts.de)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Kurz wähnt man sich im falschen Film: Ist es wirklich IMF-Agent Ethan Hunt, der da auf eine Liege gefesselt und mit Kopfschutz versehen im Aufzug fährt – und nicht etwa der kanibalistische Serienmörder Hannibal Lecter? Doch schnell zeigt sich: So behände wie Tom Cruise als Agent Hunt in den folgenden Sekunden seine Gegener unschädlich macht, filetiert Lecter höchstens ein Stück Menschenfleisch.

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