Paris plant ein Hochhaus ganz aus Holz

In der französischen Hauptstadt soll ein neuer Wolkenkratzer entstehen – ohne Beton und Stahl. Der kanadische Architekt Michael Green will 35 Etagen aus nachwachsendem Rohstoff hochziehen. In der Vergangenheit hat er schon häufiger bewiesen, was mit dem Material alles möglich ist.

Ist Paris architektonisch bald auf dem Holzweg? Es sieht ganz danach aus, denn direkt am Autobahnring und recht zentral soll in den kommenden Jahren ein besonderer Wolkenkratzer entstehen – nämlich aus Holz. Das Büro Michael Green Architecture aus dem kanadischen Vancouver will aus dem natürlichen Rohstoff ein Hochhaus mit 35 Stockwerken errichten.

Arbeitstitel des Projekts: Baobab, ein anderer Name für den Afrikanischen Affenbrotbaum. Dessen elastisches Holz ist allerdings nur schwer zu bearbeiten und verrottet zudem recht schnell – es dürfte sich also als Material für das Hochhaus selbst nicht besonders gut eignen.

Gegenüber CNN betonte Architekt Michael Green – dessen Name kaum besser zum Projekt passen könnte – die positiven Eigenschaften des Baumaterials Holz: Rund 3700 Tonnen Kohlenstoffdioxid würden in seinem Wolkenkratzer gespeichert, so Green, auf diese Weise werde der Ausstoß des schädlichen CO2 reduziert. Ein Segen für den geplanten Standort, schließlich gibt es rund um die zehnspurige Pariser Stadtautobahn bereits genug Ausstoß an Treibhausgasen.

Eiffelturm des 21. Jahrhunderts?

Michael Green gilt schon länger als Pionier des Holzbaus, Aufsehen erregte etwa sein Tall Wood Tower in Vancouver, außerdem ist er Autor einer Studie zum Holzbau mit dem Titel The Case For Tall Wood Buildings. Für sein jüngstes Vorhaben, nach der Fertigstellung immerhin das höchste hölzerne Gebäude der Welt, hat er sich ein anderes Monument der Baukunst als Vorbild herausgepickt: den Eiffelturm. Wie dieser 1889 die Stahlbauweise revolutionierte, so will Green nun mit seinem Baobab selbst einen Meilenstein der Architekturgeschichte schaffen.

Mehr dazu auf cnn.com und deutsche-wirtschafts-nachrichten.de.

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