Ausstellung in München: Düsseldorfer Architekt Paul Schneider-Esleben

Ein Parkhaus, ein Flughafen und ein revolutionäres Hochhaus machten ihn bekannt: Zu seinem hundertsten Geburtstag ehrt das Architekturmuseum der TU München den Düsseldorfer Architekten Paul Schneider-Esleben

Mit der sogenannten Hanielgarage in seiner Heimatstadt betrat der auch unter seinen Inititalen PSE bekannte Architekt (1915-2005) im Jahr 1953 die Bühne der Baukunst. Eine durchlaufende Stahlglasfassade war das Charakteristikum des Parkhauses, das zu den ersten Hochgaragen gehörte, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gebaut wurden.

Hanielgarage © Wikimedia Commons/Norbert Schnitzler

Hanielgarage © Wikimedia Commons/Norbert Schnitzler

Mannesmann-Hochhaus © Wikimedia Commons/Raimond Spekking

Mannesmann-Hochhaus © Wikimedia Commons/Raimond Spekking

Schon kurz darauf folgte gemeinsam mit Egon Eiermann jener Wettbewerbsentwurf, mit dem Schneider-Esleben den endgültigen Durchbruch schaffen sollte: Das Mannesmann-Hochhaus entstand von 1956 bis 1958 ebenfalls in Düsseldorf und war der erste Stahlbetonskelettbau mit Vorhangfassade in Deutschland.

Ein gutes Jahrzehnt später folgte ein weiteres Großprojekt. Der Auftrag für das Terminal 1 des Flughafens Köln/Bonn wurde Schneider-Esleben von der nordrhein-westfälischen Landesregierung erteilt. Der Architekt entwarf für den 1970 eröffneten Airport ein besonderes Verkehrskonzept, das weltweit Nachahmer finden sollte.

Flughafen Köln/Bonn © Wikimedia Commons/User:Qualle

Flughafen Köln/Bonn © Wikimedia Commons/User:Qualle

Das Münchner Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne zeigt in seiner Retrospektive über Schneider-Esleben nun Modelle, Fotos und Pläne von 25 Projekten zwischen 1950 und 1993. Aus dieser Zeit stammt im Übrigen auch der Entwurf für das noch heute höchste Gebäude Wuppertals, das Hochhaus der Stadtsparkasse mit seinen 19 Geschossen.

Über die Werkschau berichteten bereits ausführlich spiegel.de, baunetz.de sowie detail.de.

Die Ausstellung PAUL SCHNEIDER-ESLEBEN. ARCHITEKT ist noch bis zum 18. Oktober im Architekturmuseum der TU München zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag 10–18 Uhr, Donnerstag 10–20 Uhr.

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