Aufzug auf der Leinwand, Teil 47: Meine Lieblingsfrau

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn auf der Kinoleinwand Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der Filmgeschichte. Diesmal: zwei unerwartete Wiedersehen.

College-Neuling Jonathan (Andrew McCarthy) ist schüchtern. Genau wie sein bester Freund Skip (Rob Lowe) fiebert er noch immer dem “ersten Mal” entgegen. Das kommt eines Tages völlig unverhofft im gläsernen Fahrstuhl angerauscht: Eine tolle Frau (Jacqueline Bisset) verführt den staunenden Jungen und raubt ihm endlich die Unschuld. Aber dann entpuppt sich die schöne Ellen als Skips Mutter. Eine harte Probe für die beiden College-Freunde und ihre bisher so reibungslose Beziehung… Jacqueline Bisset und die Jungstars geben ihr Bestes. Dennoch wirkt die Romanze wie eine reichlich oberflächliche Kopie des 67er-Hits “Reifeprüfung”.mehr bei Cinema.de: http://www.cinema.de/film/class,1305892.html
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Anspielungen auf die Kinogeschichte sind die hohe Schule des Filmhandwerks: Denn wer als Regisseur beziehungsweise Drehbuchautor Zitate in sein eigenes Werk einbaut, bringt nicht nur Cineasten zum Jubilieren. Er arbeitet auch am eigenen Prestige, schließlich weisen Referenzen auf frühere Meisterwerke den wahren Kenner der Materie aus. Ein solcher ist Quentin Tarantino fraglos, wie eine Zusammenstellung seiner Filmzitate beweist. Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro wiederum zeigte 2013 im Intro der jährlichen Halloween-Folge der Simpsons, mit welchen Gruselklassikern er vertraut ist. Und ganz offensichtlich haben auch die Macher der Erich-Kästner-Verfilmung Ein Zwilling kommt selten allein fleißig im Filmarchiv gekramt: Die Ähnlichkeit ihrer Aufzugszene zu der aus der Screwball-Komödie Meine Lieblingsfrau aus dem Jahr 1940 ist dann doch einigermaßen augenfällig…

Worum geht’s in Meine Lieblingsfrau?

Ellen Arden war nach einem Schiffsunglück sieben Jahre verschollen. Jetzt kehrt sie überraschend zurück nach Amerika und zu ihrem Ehemann Nick Arden. Nick, der seine Frau für tot erklären ließ, hat gerade Bianca geheiratet, als er plötzlich vor der sehr lebendigen Ellen steht. Nick liebt Ellen noch immer, hat jedoch Schwierigkeiten seiner neuen, zweiten Frau die ungewohnten Situation zu erklären. Dann stellt sich heraus, dass Ellen nicht, wie von ihr behauptet, allein auf der einsamen Insel war, sondern in Begleitung des sehr attraktiven und reichen Stephen Burkett, der ihr immer noch den Hof macht. Nach einigen Verwicklungen finden Ellen und Nick wieder zueinander und die Ehe mit Bianca wird annulliert. (Quelle: de.wikipedia.org)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Wiedersehen macht Freude, mitunter aber auch einigermaßen perplex: Scheint Nick Ardens Ehefrau Ellen doch nach sieben Jahren plötzlich von den Toten auferstanden, als er sie aus einem Hotelaufzug heraus erblickt. Vor lautet Ungläubigkeit geht Nick mit der sich schließenden Tür mit – und was nicht sonderlich elegant, sondern ein bisschen linkisch aussieht, diente später gleich zweimal als Filmzitat: Sowohl 1963 in Eine zuviel im Bett als auch 1998 in Ein Zwilling kommt selten allein dürfen sich Jamer Garner und Dennis Quaid ebenfalls am besonderen “Lift-Move” versuchen.

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