Aufzüge in aller Welt: Mponeng-Mine (Südafrika)

Jeden Tag fahren die Bergarbeiter der Mponeng-Mine bei Johannesburg mehrere Kilometer in die Tiefe, um eines der wertvollsten Edelmetalle der Welt zu schürfen: Gold. Kein Wunder, dass zur tiefstgelegenen Mine auch der tiefste Fahrstuhl der Welt fährt.

„Schau mich an“ bedeutet „Mponeng“ in der afrikanischen Sprache Sesotho. Doch richtig viel sehen kann man bei der Fahrt mit dem tiefsten Fahrstuhl der Welt nicht, zumindest wenn man den Augenzeugen Glauben schenkt. Eine Autorin der FAZ schilderte ihre Erfahrungen wie folgt: „Der Lift rast mit 65 Stundenkilometern den Schacht hinunter. Ein gutes Dutzend Bergarbeiter steht dicht gedrängt in dem eisernen Käfig. Es ist stockfinster. Keiner sagt ein Wort. Alle paar Meter bläst eisige Luft aus den Ventilatoren.“

Auch ein WELT-Reporter beschrieb vor einigen Jahren seine Erfahrungen: „Rund 30 Männer mit Helmen und Grubenlampen drängen sich in den zwei mal drei Meter großen Aufzug. Mit einem lauten Scheppern fällt der Metallvorhang ins Schloß, und der Stahlkäfig taucht in den dunklen Schacht der Mponeng-Mine.“

Die Mponeng-Goldmine wurde 1986 fertiggestellt, sie liegt im südafrikanischen Bergbaurevier „Western Deep Levels“, südlich der Stadt Carletonville nahe Johannesburg. Mehrere tausend Minenarbeiter schürfen hier das Edelmetall, das zu den wertvollsten Rohstoffen des Landes gehört. Um an ihren Arbeitsplatz in der tiefstgelegenen Mine der Welt zu gelangen, legen sie jedes Mal eine Strecke zurück, die fast der Höhe des Vulkans Ätna entspricht: rund dreieinhalb Kilometer geht es in drei Etappen hinab und später wieder hinauf – in Aufzugkabinen, die inzwischen rund 120 Arbeitern Platz geben.

Und in Zukunft soll es sogar noch weiter ins Erdinnere gehen, die 4000-Meter-Marke wird voraussichtlich schon bald fallen…

(Quellen: en.wikipedia.org, mining-technology.com)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.