Architekt Holger Hoffmann über das Bauen in die Höhe

Holger Hoffmann ist Partner im Architekturbüro one fine day in Düsseldorf. Im idealen Fahrstuhl sieht er einen „Erlebnisraum“ – und er verrät Senkrechtstarter, wann ein Aufzug in seinen Augen gelungen ist.

Nach einer Maurerlehre und dem Architekturstudium arbeitete Holger Hoffmann, geboren 1974 in Gütersloh, in den Büros Bolles+Wilson in Münster sowie bei UNStudio in Amsterdam. Neben seiner Tätigkeit als Architekt ist Hoffmann zurzeit auch Professor für Darstellungsmethodik und Entwerfen an der Bergischen Universität Wuppertal. Zuvor lehrte er bereits Digitales Konstruieren und Entwerfen an der FH Trier.

Auswahl der Projekte:

(Quelle: o-f-d.net)

3 Fragen

Ardmore Residence

Ardmore Residence

Worin besteht die Herausforderung beim Bauen in die Höhe?
Die Balance von Ökonomie und Gestalt – weil hohe Gebäude nicht nur ihre direkte Umgebung, sondern das Stadtbild in weit größerem Maßstab prägen.

Wann ist ein Aufzug in einem Gebäude gelungen?
Wenn er nicht nur effizient Höhe überwindet, sondern die Bewegung durch den Raum zum Erlebnis macht.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingshochhaus – und warum?
Ardmore Residence, Singapur, von UNStudio – weil hier internationale Trends der Gestaltfindung mit einem spezifischen Kontext funktional und formal präzise abgeglichen wurden.

3 Grundsätze

Eiffelturm © Wikimedia Commons/Benh LIEU SONG

Eiffelturm © Wikimedia Commons/Benh LIEU SONG

Ein Aufzug ist für ein Gebäude… idealerweise ein Erlebnisraum und kein Fortbewegungsmittel.

Der eindrucksvollste Aufzug… wird von Sigfried Giedion in Raum, Zeit, Architektur am Beispiel des Eiffelturms von 1889 beschrieben.

In zwanzig Jahren werden Aufzüge… hoffentlich ähnlich eindrucksvolle Raumwahrnehmungen liefern wie die, die ein Mensch des ausgehenden 19. Jahrhunderts in der vertikalen Bewegung durch den Eiffelturm erfahren hat.

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