Aufzug auf der Leinwand, Teil 37: OSS 117

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn auf der Kinoleinwand Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der Filmgeschichte. Diesmal: eine List im Lift.

College-Neuling Jonathan (Andrew McCarthy) ist schüchtern. Genau wie sein bester Freund Skip (Rob Lowe) fiebert er noch immer dem „ersten Mal“ entgegen. Das kommt eines Tages völlig unverhofft im gläsernen Fahrstuhl angerauscht: Eine tolle Frau (Jacqueline Bisset) verführt den staunenden Jungen und raubt ihm endlich die Unschuld. Aber dann entpuppt sich die schöne Ellen als Skips Mutter. Eine harte Probe für die beiden College-Freunde und ihre bisher so reibungslose Beziehung… Jacqueline Bisset und die Jungstars geben ihr Bestes. Dennoch wirkt die Romanze wie eine reichlich oberflächliche Kopie des 67er-Hits „Reifeprüfung“.mehr bei Cinema.de: http://www.cinema.de/film/class,1305892.html
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Als Michel Hazanavicius im Februar 2012 mit dem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet wurde, war der Franzose mit litauischen Wurzeln in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Sein mit Preisen überhäufter Schwarzweiß- und Stummfilm The Artist, für den Hazanavicius auch das Drehbuch geschrieben hatte, war hierzulande erst kurz zuvor in den Kinos angelaufen, die beiden Vorgängerfilme über den Geheimagenten OSS 117 hingegen waren in Deutschland nur auf DVD erschienen – trotz ihres großen Erfolgs in Frankreich. Vielleicht war den Machern der teilweise bitterböse und politisch unkorrekte Humor ihrer Agentenfilm-Parodien ja selbst nicht geheuer und man fürchtete die internationalen Reaktionen angesichts einer „so rassistischen, homophoben und frauenfeindlichen Figur“, wie Hazanavicius seinen Antihelden selbst nannte. Zu Unrecht, wie die deutschen Pressestimmen zeigten: „Herrlich undiplomatisch“ nannte der Tagesspiegel die Filme, für den Stern waren sie eine „kurzweilige Persiflage in liebevollem Sixties-Look“, von einem „unterhaltsamen Filmerlebnis“ und einem absoluten Höhepunkt für Anhänger von Genreparodien schrieb die taz. Gestatten: Sein Name ist 117, OSS 117.

Worum geht’s in OSS 117 – Er selbst ist sich genug?

Für den französischen Geheimagenten Hubert Bonnisseur de La Bath alias OSS 117 (Jean Dujardin) geht es nach Rio. Der Altnazi Von Zimmel (Rüdiger Vogler), der sich im südamerikanischen Exil befindet, erpresst Frankreich mit einer Liste ehemaliger Nazi-Kollaborateure. Deswegen beauftragt die Grande Nation ihren besten Geheimagenten mit der Lösung der verzwickten Aufgabe. Zusammen mit der Mossad-Agentin Dolorès Koulechov (Louise Monot) reist OSS 117 nach Rio, um die kompromittierende Liste in seinen Besitz zu bringen. Bei ihrer Mission hilft ihnen unerwarteterweise Heinrich (Alex Lutz), der Sohn des Nazi-Offiziers, der sich ein sympathisches Dasein als Hippie aufgebaut hat. Gemeinsam machen sie das Versteck der Nazis aus, wo sie bereits erwartet werden. (Quelle: filmstarts.de)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Ein Könner seines Fachs und Geheimagent im Stile Bonds bleibt jederzeit gefasst, selbst wenn vier Pistolen auf ihn gerichtet sind. Die Zeit einer Aufzugfahrt lässt sich schließlich nutzen, um alle Gegner gegeneinander auszuspielen – notfalls mit politisch reichlich unkorrekten Mitteln…

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