Hier spielt die Musik: Musikvideos im Aufzug II

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Der Aufzug als Sinnbild für die Höhen und Tiefen des Lebens, der Druckknopf als Metapher: Die Popkultur hat sich die Symbolik des Fahrstuhls vielfach zunutze gemacht, so mancher Künstler hat den Aufzug besungen oder im Musikvideo verewigt. Wir zeigen Beispiele.

Ein Song namens Push the Button, wie ihn die Sugababes 2005 aufnahmen, schreit förmlich nach einem Aufzugvideo. Drei sehr unterschiedliche (man könnte auch sagen: klischeehafte) Männer dürfen hier „den Knopf drücken“ und auf den Fahrstuhl warten – aus dem dann jeweils eines der Sugababes tritt, zu lasziven Tänzen ansetzt und den Delinquenten den Kopf verdreht. „Push the Button“, das heißt natürlich viel mehr, der Mann soll die Initiative ergreifen. Das Ergebnis sieht allerdings irgendwie anders aus. Ähnlich sinnfällig übrigens wie das Aufzugvideo: Push the Button wurde einst als Werbesong für Kaffeemaschinen genutzt.

 

Ein klassischer HipHop-Track mit einem klassischen HipHop-Video, das ist Flo Ridas Elevator. Soll heißen: Frauen schütteln hier Hintern und Brüste, während sie mit Flo Rida im Fahrstuhl steckenbleiben. Okay, er hilft ein wenig nach, hält den Aufzug auf seinem Weg nach oben mehrfach an – bis es weitergeht und die nächste Frau zusteigt (während Flo Rida selbst Kleidungsstück um Kleidungsstück einbüßt). Auch hier, wie bei den Sugababes: drei sehr unterschiedliche Fahrgäste, mal mit Gucci-Tasche, mal eher sportiv. Und dazu stets der anspielungsreiche Satz im Refrain: „This girl is, she’s stuck on my ele-el-elevator.“

 

Zugegeben: Wahnsinnig viel geschieht nicht im Video zu Rihannas Ballade Hate That I Love You. Das liegt vor allem daran, dass sich die Sängerin – leicht bekleidet – erst mal ausgiebig in ihrem Zimmer räkeln darf, bevor sie anfängt, die Handlung voranzutreiben. Dann aber kommt der große Auftritt des Fahrstuhls. Hier begegnen sich die Duettpartner Rihanna und Ne-Yo kurz, und es wird dabei klar: Die beiden besingen gar nicht einander, sondern andere Gspusis. Netter kleiner Einfall in einem ordentlich weichgezeichneten Video – das trotzdem bis zum heutigen Tage fast 125 Millionen Menschen sehen wollten.

 

Deutlich unterhaltsamer und überraschender ist da die Geschichte, die im Video zum Track Sound of the Big Babou des französischen Technoproduzenten Laurent Garnier erzählt wird: Ein Mann startet eine Zeitbombe und legt sie aufs Dach des Aufzugs, in dem er gerade steht. Und dann bleibt genau dieser stecken. Dumm gelaufen. Es bleiben vier Minuten, um das Dilemma zu lösen. Und, so viel sei schon verraten: Vier Nonnen spielen auch noch eine tragende Rolle.

 

In der vergangenen Woche gab es an dieser Stelle weitere Musikvideos aus dem Aufzug, von Aerosmith bis zu den Ärzten.

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