Aufzug auf der Leinwand, Teil XXVIII: James Bond 007 – Ein Quantum Trost

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn auf der Kinoleinwand Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der Filmgeschichte. Diesmal: Bond auf der Flucht.

College-Neuling Jonathan (Andrew McCarthy) ist schüchtern. Genau wie sein bester Freund Skip (Rob Lowe) fiebert er noch immer dem „ersten Mal“ entgegen. Das kommt eines Tages völlig unverhofft im gläsernen Fahrstuhl angerauscht: Eine tolle Frau (Jacqueline Bisset) verführt den staunenden Jungen und raubt ihm endlich die Unschuld. Aber dann entpuppt sich die schöne Ellen als Skips Mutter. Eine harte Probe für die beiden College-Freunde und ihre bisher so reibungslose Beziehung… Jacqueline Bisset und die Jungstars geben ihr Bestes. Dennoch wirkt die Romanze wie eine reichlich oberflächliche Kopie des 67er-Hits „Reifeprüfung“.mehr bei Cinema.de: http://www.cinema.de/film/class,1305892.html
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Festhalten an Traditionen oder aufbrechen in die Moderne? Kaum eine Filmreihe ringt seit inzwischen mehr als 50 Jahren so sehr mit dieser Frage wie die um den stets akkurat frisierten britischen MI6-Agenten James Bond. Jeder neue Teil, der die Kinos erreicht, sorgt für Diskussionen unter den langjährigen Zuschauern: Ist der neue Film klassisch genug? Ist er ausreichend zeitgemäß? Oder doch austauschbar geworden? Es sind Details, einzelne Sätze, mit denen ein Regisseur im Bond-Universum einen Tornado auslösen kann. Im Jahr 2008 erreichte der 22. Teil der Filmreihe die Kinos, James Bond 007 – Ein Quantum Trost. Der Regisseur: Marc Forster, ein gebürtiger Schwabe. Der Mann aus Illertissen bei Ulm, aufgewachsen in der Schweiz, hatte das bisher dickste Budget für einen Bond-Film zur Verfügung, rund 230 Millionen US-Dollar. Davon wurde in Großbritannien, Österreich und Italien gedreht, in Venezuela, Panama, Mexiko und Chile. Und ja: Ein paar der marginalen, aber revolutionären Änderungen nahmen Forster und sein Team auch vor. So wurde der Titelsong Another Way to Die erstmals von einem Duett gesungen, Alicia Keys und Jack White, nachdem ein Song von Amy Winehouse abgelehnt worden war. Zudem fehlt nach über 40 Jahren erstmals die ikonische Vorstellung „Bond, James Bond“ – und auch der ikonische „Vodka Martini, geschüttelt, nicht gerührt“ wird nicht bestellt. Die aber vielleicht schockierendste Neuerung: Erstmals sieht man den Retter der Welt volltrunken.

Worum geht’s in James Bond 007 – Ein Quantum Trost?

Der Tod seiner Geliebten Vesper Lynd hat James Bond (Daniel Craig) verbittert. Es quält ihn, dass er nicht weiß, ob sie ihn verraten oder sich für ihn geopfert hat. Die mächtige, bisher noch unbekannte Organisation Quantum soll hinter Vespers Ermordung stecken. Doch gerade als die Agenten weitere Informationen aus einem der Drahtzieher, Mr. White (Jesper Christensen), herausfoltern wollen, schießt ihn ein MI6-Verräter (Glenn Foster) frei. Die Spur führt Bond nach Haiti, wo er dem rücksichtslosen Geschäftsmann Dominic Greene (Mathieu Amalric) in die Quere kommt, der gerade seine ausgediente Gespielin Camille (Olga Kurylenko) entsorgen will. Greene tritt nach außen hin als Ökofürst auf, ist aber in Wahrheit nur auf die Beherrschung von lebensnotwendigen Ressourcen aus. Gerade verhandelt er mit dem bolivianischen Ex-Diktator General Madrano (Joaquin Cosio) über ein nur scheinbar wertloses Stück Wüste – und Bond mischt sich ohne Zustimmung seiner Vorgesetzten M (Judi Dench) ein. (Quelle: filmstarts.de)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Wie lange braucht James Bond, um in einem Aufzug drei Männer unschädlich zu machen – unbewaffnet, versteht sich? Die Antwort: etwa sieben Sekunden. Dass die Herren Kollegen von Bond sind, Agenten beim MI6, wirft nicht das allerbeste Licht auf das Personal beim britischen Geheimdient…

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