Aufzug auf der Leinwand, Teil XXII: Fear and Loathing in Las Vegas

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn auf der Kinoleinwand Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der Filmgeschichte. Diesmal: Dr. Gonzo wird wütend.

College-Neuling Jonathan (Andrew McCarthy) ist schüchtern. Genau wie sein bester Freund Skip (Rob Lowe) fiebert er noch immer dem „ersten Mal“ entgegen. Das kommt eines Tages völlig unverhofft im gläsernen Fahrstuhl angerauscht: Eine tolle Frau (Jacqueline Bisset) verführt den staunenden Jungen und raubt ihm endlich die Unschuld. Aber dann entpuppt sich die schöne Ellen als Skips Mutter. Eine harte Probe für die beiden College-Freunde und ihre bisher so reibungslose Beziehung… Jacqueline Bisset und die Jungstars geben ihr Bestes. Dennoch wirkt die Romanze wie eine reichlich oberflächliche Kopie des 67er-Hits „Reifeprüfung“.mehr bei Cinema.de: http://www.cinema.de/film/class,1305892.html
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„It never got weird enough for me“ waren die Worte, die sich Hunter Stockton Thompson auf den Grabstein gravieren ließ – nach seinem Selbstmord mit 67 Jahren. „Es wurde nie verrückt genug für mich“, das glaubt man dem US-Schriftsteller und Journalisten gern, wenn man einen Blick auf sein Leben wirft. Mit 18 saß er wegen Raubes einen Monat im Gefängnis, ging anschließend zur Luftwaffe, wo man ihm zum Abschied zwar Talent, aber auch Disziplinlosigkeit attestierte. Der Weg führte in den Journalismus, den Thompson ganz eigen interpretierte – und damit gleich ein neues Genre erfand: Als er es 1970 nicht bis zum Redaktionsschluss schaffte, einen Artikel über ein Pferderennen zu schreiben, schrieb er stattdessen über seine eigenen Eskapaden rund um das Derby. Der „Gonzo-Journalismus“ war geboren, in dem das Geschehen gnadenlos subjektiv aus der Sicht des Autors geschildert wird. Bestes Beispiel und zugleich Thompsons bekanntestes Werk wurde Fear and Loathing in Las Vegas. Ein (Drogen-)Trip zu einem Autorennen in der Wüste von Nevada, garniert mit Paranoia, Exzessen und Wahnvorstellungen. Für die Verfilmung schlüpfte 1998 Hunter S. Thompsons enger Freund Johnny Depp in die Rolle des Reporters, Benicio del Toro gab den Rechtsanwalt Dr. Gonzo.

Worum geht’s in Fear and Loathing in Las Vegas?

„Den Kofferraum voll mit gefährlichen Drogen: Meskalin, Acid, Kokain, Alkohol, Äther und vielem anderen kleinem Bunten, rasten sie durch die Wüste Nevadas, darauf wartend, dass die Wirkung der Drogen einsetzen würde.“ Hunter S. Thompson (Johnny Depp) ist mit seinem samoanischen Freak-Anwalt Dr. Gonzo (Benicio del Toro) Richtung Las Vegas unterwegs. Am Zielort wartet ein lukrativer Reporterauftrag auf den Gonzo-Journalisten – er soll von einem Motorrennen quer durch die Wüste berichten. Doch dieses Ziel wird angesichts des entfesselten Drogenexzesses schnell nebensächlich. (Quelle: filmstarts.de)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Auf Drogen ist mit Dr. Gonzo nicht gut Kirschen essen, da kann jede Frage nach hinten losgehen – selbst wenn sie die strahlend harmlose Fernsehreporterin bei der gemeinsamen Aufzugfahrt stellt (Cameron Diaz). Belehrungen sind ohnehin nicht erwünscht, und so blitzt bald die Klinge von Gonzos Messer im künstlichen Licht des Fahrstuhls…

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