Aufzug auf der Leinwand, Teil XXIV: Buster Keatons The Goat

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn auf der Kinoleinwand Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der Filmgeschichte. Diesmal: eine wilde Verfolgungsjagd.

College-Neuling Jonathan (Andrew McCarthy) ist schüchtern. Genau wie sein bester Freund Skip (Rob Lowe) fiebert er noch immer dem „ersten Mal“ entgegen. Das kommt eines Tages völlig unverhofft im gläsernen Fahrstuhl angerauscht: Eine tolle Frau (Jacqueline Bisset) verführt den staunenden Jungen und raubt ihm endlich die Unschuld. Aber dann entpuppt sich die schöne Ellen als Skips Mutter. Eine harte Probe für die beiden College-Freunde und ihre bisher so reibungslose Beziehung… Jacqueline Bisset und die Jungstars geben ihr Bestes. Dennoch wirkt die Romanze wie eine reichlich oberflächliche Kopie des 67er-Hits „Reifeprüfung“.mehr bei Cinema.de: http://www.cinema.de/film/class,1305892.html
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Seine Markenzeichen waren der pork pie, ein flacher Filzhut, und die stets versteinerten Gesichtszüge. Buster Keaton gilt neben Charlie Chaplin als zweiter großer Star der Stummfilmzeit, seinen Slapstick und wilde Verfolgungsjagden zeigte er allein zwischen 1917 und 1923 in mehr als dreißig Kurzfilmen. Keaton, als Joseph Frank geboren, bekam seinen Spitznamen „Buster“ (zu Deutsch „Bursche“), als er als Kind einen gefährlichen Sturz von der Treppe unverletzt überstand. Sein Weg war durchs Elternhaus quasi vorbestimmt: Als The Three Keatons trat er mit Vater und Mutter in New Yorker Vaudeville-Shows auf, wobei er auch als „menschlicher Mop“ vom Vater auf der Bühne herumgeworfen wurde. In Ermangelung echter Schulbildung blieb Keaton bei der Unterhaltung, ging schließlich vom Stummfilm zum Tonfilm über. Seine Werke strotzen nur so vor halsbrecherischen Stunts, die späteren zudem vor sündhaft teuren, aufwendig produzierten Szenen.

Worum geht’s in The Goat?

Buster Keaton wird irrtümlicherweise für den entflohenen Mörder „Dead Shot Dan“ gehalten. Die Polizei jagt ihn durch die halbe Stadt, doch Keaton entkommt den Gesetzeshütern mit Hilfe von Verkleidungen und Tricks. Als er seine alte Freundin Virginia trifft und zu ihr nach Hause zum Essen eingeladen wird, entpuppt sich Virginias Vater als niemand Geringeres als der Polizeichef. Die Verfolgungsjagd geht weiter. (Quelle: imdb.com)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Kaum etwas inspirierte Keaton mehr als mechanisierte Vorgänge und technische Geräte, häufig stehen sie im Mittelpunkt seiner Filme. Dampflokomotiven und Schiffe spielen Hauptrollen, der Kurzfilm The Electric House handelt vom Traum eines komplett mechanisierten Haushalts. In The Goat aus dem Jahr 1921 liefert sich Keaton eine mehr als zweiminütige Verfolgungsjagd mit dem Polizeichef – rund um den Aufzug eines Wohnhauses.

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