Verena von Beckerath und Tim Heide über das Bauen in die Höhe

Verena von Beckerath und Tim Heide betreiben ihr Architekturbüro in Berlin. Senkrechtstarter verraten die beiden ihr Lieblingshochhaus – und wo der eindrucksvollste Aufzug zu finden ist.

Verena von Beckerath, geboren 1960 in Hamburg, lebt und arbeitet in Berlin. Nach kulturwissenschaftlichen Studien in Paris und Hamburg Architekturstudium an der TU Berlin. 1992-97 Assistenz an der UDK Berlin, verschiedene Lehraufträge und 2010-11 Vertretungsprofessur an der TU Braunschweig. 2013 Stipendium der Villa Massimo in Rom und 2014 Visiting Critic an der Cornell University in Ithaca, NY. 1996 Gründung eines partnerschaftlich geführten Architekturbüros, seit 2008 Partnerin im Büro HEIDE & VON BECKERATH.

Tim Heide, geboren 1959 in Hamburg, lebt und arbeitet in Berlin. Architektur- und Designstudium an der TU und UDK Berlin. Lehraufträge u.a. an der Technischen Hochschule Berlin. 1993-1995 und 1997-2004 Gastprofessur am Fachgebiet für Baukonstruktion und Entwerfen an der TU Berlin. 2006-2008 gemeinsame Lehrtätigkeit mit Prof. Manfred Ortner an der Potsdam School of Architecture. 2014 Visiting Critic an der Cornell University, Ithaca, NY. 1996 Gründung eines partnerschaftlich geführten Architekturbüros, seit 2008 Partner im Büro HEIDE & VON BECKERATH.

HEIDE & VON BECKERATH ist ein interdisziplinär arbeitendes Architekturbüro in Berlin. Tim Heide und Verena von Beckerath beschäftigen sich mit dem Raum als Ausgangspunkt für Projekte in unterschiedlichen Formaten und Maßstäben. Dabei wird die Arbeit am Entwurf als kontinuierliche Forschung an den Fragen von Architektur und Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Technologie verstanden. Die Arbeiten entstehen vor dem Hintergrund einer rationalen und gleichermaßen konzeptionellen Denkweise. Strukturelle und formale Klarheit prägen die Arbeit für urbane Strategien, Architektur, Design und Konzepte. Jedes Projekt wird in seiner gestalterischen, kulturellen und intellektuellen Dimension unabhängig und eigenständig entwickelt. Der Austausch mit anderen Architekten und Spezialisten ist wichtiger Bestandteil der Arbeit. Die Arbeiten des Büros werden international ausgestellt, publiziert und sind mit anerkannten Preisen ausgezeichnet.“

Auswahl der Projekte:

(Quellen: heidevonbeckerath.com und competitionline.com)

3 Fragen

Foto: Wikipedia/Janericloebe

Foto: Wikipedia/Janericloebe

Worin besteht die Herausforderung beim Bauen in die Höhe?
Die Herausforderung besteht darin, in jeder Lage eine Qualität zu erkennen und das Erdgeschoss mit dem öffentlichen Raum der Stadt bzw. der Umgebung zu verknüpfen.

Wann ist ein Aufzug in einem Gebäude gelungen?
Der Aufzug ist gelungen, wenn er zum selbstverständlichen Aufenthaltsort im Gebäude wird.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingshochhaus – und warum?
Wir lieben das sechzehngeschossige Wohnhochhaus von van den Broek und Bakema im Berliner Hansaviertel – wegen seines außergewöhnlichen Foyers, der intelligenten Erschließung (der Aufzug hält nicht in jedem Geschoss), der Wohnungsgrundrisse und Gemeinschaftsterrassen, die nicht nur den Studiowohnungen zugutekommen.

5 Grundsätze

Foto: Flickr/Oxfordian

Foto: Flickr/Oxfordian

Ein Aufzug ist für ein Gebäude… integraler Bestandteil der Erschließungsstruktur.

Niemals sollte ein Aufzug… ausschließlich hinsichtlich seiner Funktion beurteilt werden.

In zwanzig Jahren werden Aufzüge… ihren Beitrag zur typologischen Weiterentwicklung von Hochhäusern geleistet haben.

Der eindrucksvollste Aufzug… war der Paternoster in einem Hamburger Kontorhaus.

Wir selbst nutzen Aufzugfahrten… als Alternative.

2 Kommentare

  1. Der Artikel ist wirklich informativ. Das Thema hat mich schon sehr lange interessiert und ich
    konnte hier noch einiges ergänzendes finden. Ich kann es kaum erwarten, weitere Artikel zu lesen. Danke und Grüße aus
    Heidelberg Marco Feindler

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