Schlagwort: Architektur

Auf den Predigtstuhl: Die älteste Seilbahn der Welt

Während in Städten bei Schneetreiben regelmäßig ein Verkehrschaos ausbricht, sehnen die Skigebiete Neuschnee herbei. Doch die Zahl der Schneetage geht zurück, daher werden die Pisten mit Kunstschnee präpariert. Betroffen sind vor allem die Mittelgebirge, aber auch die Alpen. Der Liftbetrieb ist häufig ein Zuschussgeschäft. Zum Teil werden ganze Liftanlagen stillgelegt und abgebaut. In Bad Reichenhall ist das Skigebiet zwar stillgelegt, doch die Seilbahn fährt weiter. Seit mehr als 80 Jahren ist die Predigtstuhlbahn ganzjährig in Betrieb. Es handelt sich um die älteste im Original erhaltene Seilbahn.

Weiterlesen

Elegante Brutalität

Darf man eine architektonische Ikone überbauen? Vielleicht muss man das sogar, wenn sie sonst keine Zukunft mehr hätte. Im niederländischen Eindhoven wagt sich jetzt die Powerhouse Company an die Ergänzung eines brutalistischen Vorzeigebaus.

Weiterlesen

Drei Wohntürme für Los Angeles

Die Skyline von Los Angeles gehört dank unzähliger Film- und Fernsehproduktionen zu den bekanntesten der Welt. Besonders bei Nacht kommt die Hochhauslandschaft, etwa in Michael Manns „Collateral“, gut zur Wirkung. Künftig werden drei neue Wohntürme das Stadtbild bereichern. Der Projektentwickler City Century plant die Errichtung unter dem klangvollen Namen „Olympia“.

Weiterlesen

The sky ain’t the limit

Bereits vor 60 Jahren entwarf der US-amerikanische Star-Architekt Frank Lloyd Wright einen Wolkenkratzer, der in die sagenhafte Höhe von einer Meile strebte – mit 1600 Metern wäre er fast doppelt so hoch gewesen, wie das aktuell höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa. Doch der Mile High Illinois wurde nie gebaut, auch weil dem Architekten der vertikale Transport im Gebäude nicht gelingen wollte.

Weiterlesen

Wolkenkratzer mit Flechtwerk für London

In London entsteht das zweithöchste Gebäude Westeuropas. Das Projekt „1 Undershaft“ bekam Ende November die Baugenehmigung. Rund 290 Meter hoch wird das „Trellis“ (Flechtwerk) genannte Hochhaus werden und über 73 Stockwerke verfügen. Damit bleibt lediglich das Shard mit seinen 310 Metern auf dem gegenüberliegenden Themseufer höher.

Für London sind die Planungen nach dem Brexit-Votum ein wichtiges Signal. Investoren vertrauen weiterhin auf die Attraktivität des Standortes (und bauen deutlich höher als in Frankfurt). Hinter dem Großprojekt steht ein Projektentwickler aus Singapur. Der Entwurf für das Hochhaus stammt vom englischen Architekten Eric Parry. Sein Büro legte bei den Planungen großen Wert darauf, möglichst viel Bürofläche zu bieten. Rund 90.000 Quadratmeter wird der Wolkenkratzer schließlich bieten und damit Platz für circa 10.000 Arbeitsplätze.

Flechtwerk übertrifft Turmspitze

Das neue Hochhaus wird seine Nachbarn überragen. Foto: DBox/Eric Parry architects

Das neue Hochhaus wird seine Nachbarn überragen. Foto: DBox/Eric Parry architects

Ursprünglich sahen die Entwürfe für Trellis eine Höhe von knapp 310 Metern vor. Aus Gründen der Flugsicherung wurden die Pläne leicht gestutzt. Nun bleibt das Shard (der Glassplitter) eben höher. Dennoch wird der neue Wolkenkratzer andere Hochhäuser mit klingendem Namen in der Nachbarschaft überragen, etwa Cheesegrater (scharfkantiger Fels) und Gherkin (Gurke). Und er wird einen künftigen Nachbarn übertreffen, dessen Errichtung ebenfalls genehmigt wurde. Das Projekt 22 Bishopsgate, genannt Pinnacle (Turmspitze), soll 278 Meter hoch werden.

Von der herausragenden Stellung von Trellis werden sich auch Besucher überzeugen können, denn an der Spitze des Turms ist eine Aussichtsplattform vorgesehen – die höchste in Großbritannien. Mit extra dafür eingebauten Fahrstühlen kommt man dorthin sowie in das darunter gelegene Restaurant, was wir als Senkrechtstarter natürlich gern hören. Auch am Fuße des Hochhauses ist eine größere Freifläche geplant, die Besucher anlocken und in die Cafés und Geschäfte lotsen soll.

Wolkenkratzer mit langer Bauzeit

Freifläche am Fuße von 1 Undershaft. Foto: DBox/Eric Parry architects

Freifläche am Fuße von 1 Undershaft. Foto: DBox/Eric Parry architects

Bis Touristen und Mieter die Aussicht auf den Londoner Nebel genießen können, werden noch einige Jahre vergehen. Erst im Laufe der 2020er-Jahre ist mit der Fertigstellung zu rechnen. Die Architekten und ausführenden Baufirmen stehen nämlich vor einigen Herausforderungen: Der bislang auf der Fläche stehende Aviva Tower muss zunächst zurückgebaut werden, und die aktuellen Mieter sollen so lange wie möglich ihre Büros nutzen können.