Unsere Tipps zum Tag der Architektur

Architektur schafft Lebensqualität – so das Motto des diesjährigen „Tages der Architektur“. Besucher können sich vor Ort ein Bild von aktuellen Bau- und Sanierungsprojekten machen. Wir haben fünf Modellprojekte in fünf deutschen Metropolen ausgesucht, die es am 24. und 25. Juni zu besichtigen lohnt.

Düsseldorf: Clara und Robert

Historischer Backstein, modernes Aluminium: Bürogebäude Clara und Robert in Düsseldorf. Bild: Krischerfotografie

Gehry hat hier schon gebaut, Liebeskind ist auch mit von der Partie. Architekturfans fällt die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt vielleicht nicht auf Anhieb ein – zu sehen gibt es hier dennoch mehr als genug. Und jetzt neu: Ein Haus in einem Haus. Dazu haben sop Architekten eine Aluminiumhülle über die denkmalgeschützte Backsteinfassade eines Altbaus gestülpt. Und auch von innen ist das Bürogebäude mit der gelungenen Kombination von historischer Substanz und moderner Ergänzung äußerst sehenswert.

Infos und Anmeldung: Architektenkammer Nordrhein-Westfalen

Berlin: 50 Hertz Quartier

50Hertz Netzquartier, LOVE architecture and urbanism ZT GmbH / Kinzo Berlin GmbH, Foto: Werner Huthmacher

50 Hertz ist ein Dienstleister, der dafür sorgt, dass der Strom auch über Landesgrenzen fließt.  Übertragungsnetzbetreiber, so der offizielle Titel. Davon merken muss man sich, dass es irgendwie um Vernetzung, Zukunft und Flexibilität geht. Denn genau diese Ansprüche haben Love Architecture und Kinzo bei der Berliner Zentrale des Unternehmens versucht, in gebaute Realität zu münzen. Dabei rausgekommen ist durchaus spektakuläre Büroarchitektur in einem rasant wachsendem Stadtquartier. Unbedingt ansehen!

Infos und Anmeldung: Architektenkammer Berlin

Leipzig: Museumswinkel

 

In zentraler Innenstadtlage, rund um das Museum der bildenden Künste Leipzig, gibt sich die Messestadt derzeit ein neues Gesicht. Nun ist der vierte und letzte „Museumswinkel“ fertiggebaut. Das Bernsteincarée ist ein sechsstöckiges Wohn- und Geschäftshaus im gehobenen Segment. Der Bau zeigt sehr schön, wie innerstädtische Verdichtung neuen Lebensraum schafft und gleichzeitig einen Beitrag für die Aufwertung des Standorts leistet. Wer vor Ort ist, sollte sich den baulichen Aufschwung Leipzigs ruhig einmal näher anschauen…

Infos und Anmeldung: Architektenkammer Sachsen

Frankfurt: Philosophicum

Moderner Klassiker mit noch modernerem Vorbau: Philisophicum Frankfurt. Foto: Lisa Farkas

Ein bisschen Klassenkampf, ein bisschen Revolution, ein bisschen Folklore. Das Frankfurter Philosophicum steht wie wohl kein zweiter Bau für die Generation der ’68er und ihre intellektuellen Ursprüngen. Schon die Architektur selbst bot einst gesellschaftlichen Sprengstoff. Doch wie die ’68er selbst, so wurde auch die funktionalistische Ikone irgendwann obsolet. Bis sich Forster Architekten des denkmalgeschützten Gebäudes annahmen und, ergänzt um einen Neubau, wieder in einen modernen Kontext stellten. Pragmatischer und ästhetisch anspruchsvoller Denkmalschutz, der Schule machen sollte. Unser heimlicher Favorit des Tages der Architektur.

Infos und Anmeldung: Architektenkammer Hessen

Hamburg: Spiegel Verlagshaus

Ja, die Elbphilharmonie kann man natürlich am Tag der Architektur auch besuchen. Aber ganz ehrlich: Uns interessiert viel mehr, wie der einst von Verner Panton dekorierte Büroturm heute aussieht. Die Fassade jedenfalls haben Winking Froh Architekten zuletzt wieder in den Originalzustand gebracht. Und gleichzeitig in puncto Brandschutz und Dämmung einen modernen Standard hergestellt. Die legendäre Spiegel Kantine ist übrigens noch erhalten, sie befindet sich heute im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe.

Infos und Anmeldung: Architektenkammer Hamburg

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