Drei vor zehn vom 19. Mai: Neues aus der vertikalen Welt

Auch diese Woche wieder kein Stillstand. Schrott-Aufzüge bedrohen unsere Sicherheit. Schindler erobert China und der Fahrstuhl wird vom Filmstar. Und dabei haben wir noch gar nichts vom Kühlschrank auf der Rolltreppe erzählt. Das überlassen wir heute gern der Lokalpresse und halten Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Berliner Morgenpost: TÜV stößt auf mehr Schrott-Aufzüge

Einsteigen oder nicht? Wie sicher sind die Aufzugsanlagen in Deutschland?

Täglich grüßt das Murmeltier und jährlich der TÜV. Dann wird der Anlagensicherheits-Report veröffentlicht und in dramatischen Pressemitteilungen der bedenkliche Zustand der Aufzüge in Deutschland angemahnt. Die Datenlage gibt das zwar gar nicht her. Gefährliche Mängel im Promillebereich, sicherheitserhebliche Mängel bei knapp 15 Prozent der Aufzüge (Wobei man wissen muss: In der mathematischen Logik des VdTÜV ergeben mehrere geringfügige Mängel auch einen sicherheitserheblichen). Mehr als 80 Prozent der Aufzüge wiesen indes keine oder nur grindfügige Mängel auf. Also sollte die Schlagzeile doch lauten: „Aufzüge so sicher wie nie“. Was müssen wir aber lesen: „TÜV stößt auf mehr Schrott-Aufzüge“. Alles eine Frage der Perspektive.
Den kompletten Artikel gibt es bei der Berliner Morgenpost.

Luzerner Zeitung: Schindler konzentriert Kräfte in China

Die Stadt der Aufzüge und Fahrtreppen: die Jiading Schindler City.

Im größten Aufzugsmarkt der Welt kann man nur groß denken. Das tat diese Woche auch Schindler und eröffnete im chinesischen Jiading einen Campus, der für 240 Millionen Schweizer Franken errichtet wurde. Auf einer Fläche von 50 Fussballfeldern sind hier Produktion (etwa das größte Fahrtreppenwerk der Welt), Ausbildungszentrum, Forschungs- und Entwicklung und Kundenzentrum untergebracht. Der Campus soll das „Mutterschiff“ für alle Schindler-Aktivitäten in China bilden. Und die sind mehr als ambitioniert. So verriet Schindler CEO Thomas Oetterli der Luzerner Zeitung: „Wir wollen der führende Anbieter in China werden.“ Neben organischem Wachstum soll das auch über Akquisitionen gelingen. Zudem wird sich China auch zum größten Servicemarkt der Welt entwickeln und auch hier will Schindler fleißig mitmischen. „Wir waren ein schlafender Löwe. Jetzt sind wir aufgewacht“, sagt Oetterli. Gut gebrüllt, sagt der Senkrechtstarter.
Den kompletten Artikel gibt es bei der Luzerner Zeitung.

Adoring Audience: Filmische Objekte: Der Fahrstuhl

In „The Grand Budapest Hotel“ sieht nicht nur der Aufzug gut aus.

Der Filmblog „Adoring Audience“ widmete sich in dieser Woche einem filmischen Objekt, das dem geneigsten Leser des Senkrechtstarter auch nicht ganz unvertraut sein dürfte: dem Fahrstuhl. Nun sind wir die letzten, die man davon überzeugen müsste, welch bewegende Rolle der Aufzug in Filmen spielt. Schließlich haben wir an die 100 Aufzugszenen im Film bereits entsprechend gewürdigt. Umso mehr freuen wir uns, wenn dies auch andere tun. Wer also immer schon einmal wissen wollte, welche Funktionen Aufzüge in Filmen übernehmen (wer denkt, sie liefern nur eine günstige Kulisse, liegt aber dermaßen daneben), sollte sich diesen lesenswerten Überblicksartikel keineswegs entgehen lassen. Wer tiefer einsteigen will, kehrt danach hierher zurück.
Den kompletten Artikel gibt es beim Adoring Audience.

Prominent ignoriert: Der Kühlschrank auf der Rolltreppe

Schau, was fährt die Treppe hoch?

Was das Netz bewegt, ist auch ein Thema für die traditionellen Medien. Klar: was trended, liegt im Trend. Im Lokalen kann man auch schon mal was aufgreifen, was vielleicht nicht das ganze Netz, aber vielleicht einen kleinen Teil bewegt. So wie das Bild vom mutmaßlichen Kühlschrank auf der Rolltreppe in Mülheim, das bei Facebook 33 (sic!) Likes und einige Kommentare erntete. Das Nachrichtenportal Der Westen zimmerte daraus eine Geschichte mit der Schlagzeile: „Kühlschrank auf Rolltreppe verwirrt Facebook-Gruppe – Dabei ist es gar kein Kühlschrank!“ (sic!) Womit die Geschichte auch schon erzählt ist. Wenn der Senkrechtstarter ganz stilecht bleiben würden, müsste hier stehen: „Kühlschrank auf Rolltreppe verwirrt Facebook-Gruppe – Dabei ist es gar kein Kühlschrank! Nachrichtenportal bringt dazu eine Geschichte – Dabei ist es gar keine!“
Die ganzen Beitrag ignorieren wir bei derwesten.de.

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