Drei vor zehn vom 21. April: Neues aus der vertikalen Welt

Wir haben es bereits vermutet: Die Schweizer Berglandschaft ist wie gemacht für Rolltreppen. Nun hat Schindler den Eidgenossen drei neue geliefert – und damit einen Meilenstein gesetzt. Außerdem geht es in dieser Woche um gutes Benehmen im Fahrstuhl. Und zu ignorieren gibt es natürlich auch wieder was. Oder was soll man sonst mit einem Polit-Absteiger machen, der nun auch noch im Lift stecken bleibt? Stets getreu des „Drei vor zehn“-Mottos: Wir halten Sie  auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Zürcher Tagesanzeiger: Die größten Rolltreppen der Schweiz

Montage nach Plan: Die längsten Rolltreppen der Schweiz harren in Zürich bereits des Besucherandranges. Foto: Schindler Group.

„Die Waldschlösschenbrücke ist schon da, Sie können Sie nur noch nicht sehen“, behauptete vor gut einem Jahrzehnt der damalige Dresdner Oberbürgermeister, Monate vor dem eigentlichen Baubeginn. Auf den Zürcher Hauptbahnhof übertragen können wir sagen: „Zürich hat die größten Rolltreppen der Schweiz, Sie können sie nur noch nicht benutzen.“ Zwar wurden die Fahrtreppen angeliefert und eingepasst, doch dauert es bis voraussichtlich Ende September, ehe sie in Betrieb gehen. Der Einbau ist nämlich Teil der Neugestaltung des Aufgangs Europaallee. Die drei Heavy-Duty-Rolltreppen von Schindler sind auf den zu erwartenden Andrang ausgelegt – bis zu 100 000 Pendler sollen den Aufgang täglich nutzen. Sie werden aber auch weiterhin über nicht-fahrende Treppen gehen können, was Staus zu vermeiden hilft und der Fitness förderlich sein kann, meinen unsere Schweizer Kollegen.

Den kompletten Artikel gibt es beim Zürcher Tagesanzeiger.

Berliner Morgenpost: Faule Fahrstuhlfahrer

Schön, langsam und oft fehlbesetzt: Aufzug am Berliner Hauptbahnhof. Screenshot: YouTube/ Windhund27.

In Berlin ist die Bereitschaft zum Treppenlaufen hingegen besorgniserregend gering. Das meint zumindest eine Kolumnistin der Morgenpost. Sie beklagt, dass in der Hauptstadt viele Menschen an Bahnhöfen und U-Bahnhöfen die Aufzüge nehmen, die nicht auf den Lift angewiesen sind. Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen und andere, die hingegen den Fahrstuhl benötigen, müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen, da die Aufzüge von faulen Menschen blockiert seien. Und auch wenn wir vom Senkrechtstarter Bezeichnungen wie „gläserner Schwitzkasten“ für den Fahrstuhl ablehnen, teilen wir die Kritik – wer gut zu Fuß ist und ohne sperriges Gepäck unterwegs, kommt mit Fahrtreppen und Treppen schneller ans Ziel. Zumal die nicht so qäulend langsam unterwegs sind, wie zum Beispiel die – zugegeben sehr schönen – Aufzüge am Berliner Hauptbahnhof. Obgleich: Bei Aufzügen, die einen grandiosen Blick bieten oder so hoch fahren, dass nur Sportler die Strecke laufen möchten, drücken wir ein Auge zu.

Den kompletten Artikel gibt es bei der Morgenpost.

Belfast Telegraph: Tanzverbot im Aufzug

Tanzverbot im Belfaster Hotel „Premier Inn“. Screenshot: Twitter Lianne Reddy.

Wer schon einmal eine Show von „Lord of the Dance„, „Riverdance“ oder „Feet of Flames“ gesehen hat kennt sicher das mulmige Gefühl, dass der Bühnenboden dieser Belastung nicht gewachsen sein könnte. Deshalb kommt diese Nachricht eigentlich nicht sonderlich überraschend. Ein Belfaster Hotel hat es seinen Gästen verboten, in seinen Lifts zu tanzen. Der Anlass: Derzeit findet in der nordirischen Hauptstadt die „World Irish Dance Championships“ statt. Und da die Tänzerinnen und Tänzer jede freie Minute zum üben nutzen, bleiben auch die Fahrstühle nicht verschont. Das Management des Premier Inn warnt daher, dass die mechanische Belastung die Fahrstühle außer Betrieb setzen könnte. Der Senkrechtstarter empfiehlt dem Management jedoch eher bessere Aufzugtechnik. Für das Tanzverbot zeigen wir dennoch Verständnis. Jedoch nicht aus Mitleid mit den Lifts, sondern mit den unbescholtenen Mitfahrern.

Die ganze Meldung gibt’s beim Belfast Telegraph.

Prominent ignoriert: Ein Minister für Wohnungsbau bleibt stecken

Ben Carson bleibt im Fahrstuhl stecken und wir fragen uns: Hat er’s überhaupt bemerkt? Screenshot: YouTube: CNN

Wir waren ja schon ein wenig beleidigt. Da liefert uns der Präsidentschaftskandidat und President Elect Meldung, über Meldung, über Meldung – und kaum ist er im Amt, versiegt dieser Quell steter Freude. Immerhin gibt uns jetzt eines seiner Kabinettsmitglieder wieder die Ehre. Und nicht nur das. Secretary of Housing and Urban Development Ben Carson (und die wenigsten werden sich erinnern), trat 2016 selbst als Präsidentschaftskandidat an. Als Konkurrent von „The Donald“ fiel er jedoch nicht durch Charisma auf, sondern eher… durch… sorry, wir sind kurz eingenickt. Hirnchirurg war Carson in einem früheren Leben, jetzt feuern die Neuronen bedächtiger. Sein Boss plant derweil den Kahlschlag bei den staatlichen Fonds für bezahlbaren Wohnraum.  Und prompt bleibt Carson bei der Besichtigung eines sozialen Wohnungsbau-Projekts im Aufzug stecken. Ja, Einschnitte bei der Infrastruktur können wehtun. Hoffen wir nur, dass Carson diese Lehrstunde nicht wieder verschlafen hat… Bis auf Weiteres bleiben wir jedoch verschnupft und ignorieren die Regierung Trump – wenn auch prominent!

Die ganze Meldung gibt’s beim Guardian.

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