Drei vor zehn vom 7. April: Neues aus der vertikalen Welt

Fahrstühle, Fahrstühle, Fahrstühle und nur eine Rolltreppe. Diese Woche liefert reichlich Futter für „Drei vor zehn“: Die Presse entdeckt endlich die große Szene der Fahrstuhlfilmer, in Mannheim gibt es Kultur über und in Fahrstühlen, die Immobilienzeitung erklärt den Drehort Fahrstuhl und die Hertha verlässt endlich den Fahrstuhl, ist aber weiterhin in der Vertikalen unterwegs. Wie das alles zusammenhängt, erklärt wieder einmal nur der Senkrechtstarter.  Wir halten Sie wie gewohnt auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

20 Minuten: Mit der Kamera auf Fahrstuhljagd

Rougher style: Die gefilmten Fahrten von Stefan Veit sind sichtbar handgemacht, erobern aber eine treue Fangemeinde. Screenshot: Youtube/StefV1985

Wir wollen an dieser Stelle nicht prahlen, aber der Senkrechtstarter war tatsächlich eines der ersten Medien, die auf dieses Internetphänomen aufmerksam gemacht haben. Nun springen die Schweizer auf den Zug, pardon, Paternoster auf. Die Rede ist von YouTubern, die das Filmen von Fahrstuhlfahrten zum Hobby erkoren haben – und es mit einer durchaus beachtlichen Community im Internet teilen. Das Schweizer Internetmagazin 20 Minuten hat jetzt einen Eidgenossen mit selbigem Hobby zu seinen Motiven, Vorlieben und Ansichten befragt und seine Antworten zu einem lesenswerten Beitrag verarbeitet. Und wer auf den Geschmack kommt, kann sein Wissensdurst auf unserem Blog stillen. Ruhig immer wieder mal reinschauen, wir bleiben an der Serie dran! Kleiner Tipp: Den nächsten Beitrag haben wir schon für kommenden Dienstag geplant…

Den kompletten Artikel gibt’s auf 20 Minuten.

Mannheimer Morgen: See you later, elevator!

Manhheim Vertikal: Das Festival wOrtwechsel widmet sich dem Fahrstuhl.

Am Wochenende findet in Mannheim das Festival „wOrtwechsel statt“. Die Idee: Kultur an ungewöhnliche Orte bringen. Mit dabei ist in diesem Jahr unter anderem Europas einziges Aufzugsmuseum (Eigenwerbung), in dem der Mundart-Kabarettist Franz Kain sich über den Einbau von Speiseaufzügen bei Kernsanierungen moquiert. Und auch Treppenlifts bekommen ihr Fett weg. Doch das ist den Machern des Festivals noch nicht genug vertikale Referenz: bei einer Lesung im C-HUB Kreativwirtschaftszentrum in der Mannheimer Hafenstraße geht es um Erotisches, Wunderbares und Allzumenschliches im Verdichtungsraum Fahrstuhl. Wir sagen: Endlich geht es mit Mannheim nach oben. Chapeau! Wem der Ausflug in das südliche Rheingebiet für diese Wochenende zu spontan ist: Die Lesung soll am 22. und 23 September noch einmal wiederholt werden.

Den kompletten Artikel gibt’s beim Mannheimer Morgen.

 

Immobilien Zeitung: Stereotypen des Lifts als Set

Fahrstuhl zum Schafott – wenn der narrative Verdichtungsraum zur Falle wird…

Auch hier war der Senkrechtstarter wieder einmal seiner Zeit voraus: Den Lift als idealen Drehort haben wir schon vor Jahren erkannt. Nun liefert das Onlinemagazin eine Typologie des Fahrstuhls im Film. Dort werden menschliche Abgründe enthüllt, zarte Bande geknüpft und schier unlösbare scheinende „Who dunnit“-Rätsel gestellt. Der Lift ist eben die ganze Welt im Kleinen, ein elementarer Verdichtungsraum, der jedem Plot guttut – um die Handlung voranzutreiben und die Spannung durch die Decke zu jagen. Und mal ehrlich: Wem läuft es bei der handelsüblichen Fahrstuhlmusik nicht eiskalt den Rücken runter? Jeder Thriller- und Horrorfan weiß schließlich: Je entspannter das Setting, desto überraschender der Schockeffekt. Wir jedenfalls bedanken uns  bei allen Kulturschaffenden für die ausgiebige Würdigung des Lifts als unverzichtbares Kulturgut in dieser Woche!

Den ganzen Beitrag gibt’s auf der Internetseite der Immobilien Zeitung.

 

Prominent ignoriert: Eine alte Dame steigt aus dem Fahrstuhl

Stolperfrei auf’s Spielfeld: Seit 2010 fahren Hertha-Profis und Gäste bequem per Rolltreppe zum Rasen.

An dieser Stelle müssen wir uns einmal outen: Ja, der Senkrechtstarter wird in wesentlichen Teilen in der deutschen Hauptstadt produziert. Und ja, eigentlich sollten wir alle Hertha-Fans sein. Schon allein wegen des Lokalpatriotismusses. Aber die alte Dame macht es einem nicht leicht: Großmannssucht, sportliche Unzulänglichkeiten und Missmanagement haben uns lange Jahre die Freude an den Blau-weißen genommen. Nun aber soll endlich Schluss sein mit der ewigen Fahrstuhlfahrt in der Bundesliegatabelle. Und das ist nicht zuletzt der Verdienst des kreuzsympathischen Fußballlehrers Pál Dárdai, der so ziemlich das erste „Urgestein“ des Vereins ist, mit dem sich die Mehrzahl der Berliner identifizieren kann. Und auch dass die Mannschaft seit 2010 die Rolltreppe zum Rasen nimmt, ist uns grundsätzlich sympathisch. Warum wir die Hertha dennoch ignorieren? Zuviel Aufmerksamkeit hat der Mannschaft in den vergangenen Jahren einfach nicht gut getan. Wir schauen weg – und hoffen auf einen Europa League Platz in der kommenden Saison…

Den ganzen Beitrag gibt’s bei sport.de

2 Kommentare

  1. Jemand der Aufzüge mag

    Ich bin erst vor ein paar Tagen auf diese Seite gestoßen, und finde schön es so etwas gibt. Vorallem von einer „richtigen“ Aufzugsfirma. Ich interessiere mich jetzt seit 2 Jahren richtig für Aufzüge. Eure 3300 Aufzüge gefallen mir sehr gut. Ich verstehe aber nicht warum ihr nicht immer solche Aufzüge baut. In DE werden nun immer mehr Schindler Aufzüge an Bahnhöfen gebaut, diese sind aber alles andere als gut und in meinen Augen einfach nur Schrott. Erstmal sind Sie langsamer, als die ThyssenKrupp Aufzüge, die die letzen Jahre sehr oft gebaut wurden. Zweitens (und was mich am meisten stört) dauert es vom kompletten Halt des Aufzuges bis sich die Türen öffnen 10(!) Sek. Ich sehe bei fast jeder Fahrt Leute, die wie wild auf dem Tür-Auf-Knopf herumhämmern, weil es einfach so lange dauert. Außerdem sieht man immer Schlangen vor diesen Aufzügen, während sie bei den älteren Aufzügen von OTIS nur sehr selten sind (und dort halten genau so viele Züge). Ich beziehe mich hier auf die Aufzüge am Karlsruher Hbf. Ich bin echt froh, das an dem Bahnhof, wo ich jeden Tag umsteigen muss Aufzüge von ThyssenKrupp sind. Sie sind schneller und öffnen die Türen schon während dem abbremsen, was einiges an Zeit spart. Ich verstehe nicht warum ihr das bei euren Aufzügen nicht auch macht. Das ist nähmlich auch mit einer NewLift Steuerung möglich. Aber immerhin kann ich jetzt in Karlsruhe auch von innen die Vorzugsfahrt auslösen 😛

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.