Drei vor zehn vom 24. März: Neues aus der vertikalen Welt

Diese Woche bebt die vertikale Welt. Die goldene Rolltreppenregel „Rechts stehen, links gehen“ soll jetzt auch auf normalen Treppen gelten. Hochhäuser machen die Kurve und der stille Boss nicht viel Aufheben. Nur gut, dass es den Senkrechtstarter gibt.  Wir halten Sie wie gewohnt auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Postillon: „Rechts stehen, links gehen“ auch auf normalen Treppen

Bild: Pixabay

Diese Meldung hat in dieser Woche für eine tektonische Verschiebung in der vertikalen Welt gesorgt. Auch wenn die „Rechts stehen, links gehen“-Regel auf Fahrtreppen in Fachkreisen seit Längerem diskutiert wird, führt der Nürnberger Bahnhof sie jetzt auch auf normalen Treppen ein. Damit soll der Schubserei und Drängelei, die uns auf den Treppen der modernen Massengesellschaft das Leben schwer macht, eine Ende bereitet werden. Wer es eilig hat, kann auf der linken Überholspur bequem an den Reisenden vorbei, die sich etwas mehr Zeit nehmen. Warum nicht schon jemand früher auf diese wegweisende Lösung gekommen ist, verwundert selbst den vertikal bestens informierten Senkrechtstarter. Nur gut, dass es in diesen Fake-News-verseuchten Zeiten wenigsten noch den Postillon gibt, der uns mit einem Treppenwitz auf dem Laufenden hält.
Den kompletten Artikel gibt’s auf der-postillon.com.

SRF.ch: Der stille Boss nimmt den Lift zum Ausgang

Alfred N. Schindler

Ein bisschen Schwyzerdütsch sollte man schon verstehen, um den Versuch des Schweizer Rundfunks nachzulauschen, Alfred N. Schindler zu proträtieren. Der Chef des Familienunternehmens und Weltkonzerns Schindler, der seit 40 Jahren die Zügel in der Hand hält, ist, wie die Journalisten feststellen müssen, ein „stiller Boss“, der nicht viel Aufheben um seine Person macht. Um ihm dennoch zu seinen Abschied als Unternehmenslenker ein würdiges Portät zu widmen, mussten sich die Radiomacher mit Stimmen von Wegbegleitern und Freunden begnügen. In der Diagnose sind sich alle einig: „Schindler hat das Unternehmen mit Visionen geführt – und mit Erfolg.“
Den kompletten Beitrag gibt’s auf srf.ch.

Noizz.de: Dieses Hochhaus geht um die Kurve

Bild: Oiio Studio

Bisher ist es nur eine Idee der Architekten von Oiio. Sie wollen in Manhattan das höchste Gebäude der Welt bauen. 1,22  Kilimeter lang, soll es jedoch nicht in den Himmel ragen, sondern gebogen werden wie ein umgedrehtes U. Nicht von ungefähr nennen die Architekten ihr Projekt auch The Bend und reagieren auf die immer höheren Quadratmeterpreise für die immer höheren Wohntürme in New York. Spannend wird das Ganze für den Senkrechtstarter nicht zuletzt, weil die Architekten sich auch schon Gedanken über die Aufzüge gemacht haben. Die müssen natürlich Kurven fahren können und sollen in einem geschlossenen Kreislauf durchs Gebäude kreisen. Na, wenn sich da nicht die Wiedergeburt des Paternosters anbahnt.
Den kompletten Artikel gibt’s auf noizz.de.

Prominent ignoriert: Schnelle Reparaturen per Gesetz

Diese Meldung ist gar nicht zum Lachen und hat sich nur in die Rubrik verirrt, weil sie so weit weg und unwahrscheinlich ist. In der Sache haben wir es hier aber mit einem relevanten Problem zu tun: Defekte Aufzüge und lange Ausfallzeiten haben im kanadischen Ontario für einen Gesetzesvorschlag gesorgt, der Aufzugsunternehmen verpflichten soll, kaputte Fahrstühle innerhalb von 14 Tagen, in Alten- und Pflegeheimen sogar innerhalb von 7 Tagen zu reparieren. Nicht nur, dass der Vorschlag eines einzelnen Abgeordneten wenig Aussicht auf Erfolg hat, auch in der Umsetzung wäre das Ganze wohl schwierig. Was ist mit den alten Aufzügen, für die es keine Ersatzteile mehr gibt? Was mit Aufzugsbetreibern, die Reparaturangebote nicht beauftragen? Ohne dass der Senkrechtstarter sich näher mit den kanadischen Aufzugsvorschriften beschäftigte hätte, nur so viel: Mehr Gesetze sind nicht immer die beste Lösung.
Diesen Beitrag gibt es in Englisch auf CBCNews.

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