Drei vor zehn vom 24. Februar: Neues aus der vertikalen Welt

Wohnhochhäuser boomen und werden immer grüner. Und das obwohl wir den Fahrstuhleffekt hinter uns gelassen und zur Rolltreppengesellschaft mutiert sind. Ach ja, Hundebesitzer sollten vorsorglich in die unteren Etagen ziehen.  Warum das alles so oder auch ganz anders ist, erfahren Sie hier. Wir halten Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Der Boom der Wohntürme

Grand Tower, Frankfurt am Main; Architekt: Magnus Kaminiarz & Cie Architektur Copyright: GSP Städtebau Berlin.

Wohnhochhäuser wachsen nicht nur in die Höhe. Sie vermehren sich auch. Allein in Frankfurt, unserer einzigen Hochhausstadt, sollen 17 neue Wohntürme entstehen. In den sieben größten deutschen Städten werden bis 2018 rund 9000 Hochhauswohnungen hinzukommen. Flächenersparnis, kürzere Wege in der Stadt, Verdichtung – viel spricht fürs vertikale Wohnen. Dagegen vor allem der Preis. Rund 7.000 Euro pro Quadratmeter musste man im vergangenen Jahr für Hochhauswohnungen in Frankfurt im Schnitt auf den Tisch legen. Um die  Wohntürme nicht zu vertikalen Reichengettos werden zu lassen, schreibt die Stadt Frankfurt 30 Prozent geförderten Wohnraum bei solchen Projekten vor. Wer allerdings wissen will, wie soziale Hochstapelei enden kann, sollte sich schnellstens High-Rise ansehen.
Den kompletten Artikel gibt’s in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf faz.net.

Der Bund: Bäumige Aussichten in Wabern

Bleiben wir bei Hochhäusern und lassen wir die „blumige“ Zeile mit den „bäumigen Aussichten“ mal außen vor. Im Schweizerischen Wabern (Bern) gibt es jetzt das erste begrünte Wohnhochhaus. Nun gut, bisher ist der Garden Tower noch eher grau. Das soll sich aber bald ändern, wenn Kletterpflanzen an rund um den Turm gespannten Metallnetzen in die Höhe wachsen. Der 53 Meter hohe Wohnturm von den Basler Architekten Buchner Bründler ist übrigens nicht das erste Hochhaus, das einen vertikalen Gartenansatz verfolgt. Bereits der 2014 fertiggestellte, vom italienischen Architekten Stefano Boeri entworfene Bosco Verticale in Mailand sprießt in die Höhe. Der Senkrechtstarter hält sich an „My Fair Lady“ und singt: „Es grünt so grün, wenn Wohnhochhäuser blühen.
Den kompletten Artikel gibt’s auf derbund.ch.

Freitag.de: Die Rolltreppengesellschaft

Vom „Fahrstuhleffekt“ zur „Rolltreppengesellschaft“ – in der Sozialwissenschaft bedient man sich gern der vertikalen Transportvehikel als semantische Transportvehikel. So sprach Ulrich Beck bereits in den 1980er Jahren vom Fahrstuhleffekt. Damit wollte er beschreiben, dass die bundesdeutsche Gesellschaft nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs insgesamt ein paar Etagen nach oben gefahren sei, was Wohlstand und Bildungschancen angeht. Die Unterschiede innerhalb der Gesellschaft aber gleich geblieben sind. Der Sozialwissenschaftler Oliver Nachtwey behauptet nun in seinem letztes Jahr erschienenen Buch Die Abstiegsgesellschaft – über das Aufbegehren in der regressiven Moderne, dass wir vom Fahrstuhl längst auf die Rolltreppe umgestiegen wären. Manche von uns fahren weiter nach oben, während andere nach unten fahren. Auch wenn sie so lange gegen die Fahrtrichtung laufen, bis ihre Kräfte erschöpft sind. Der Senkrechtstarter rät: Lieber mit der Fahrtreppe ganz nach unten fahren und dann auf die umsteigen, die nach oben fährt.
Den kompletten Beitrag gibt es auf freitag.de.

Prominent ignoriert: White Dog Down

In Berlin steht ein Mann vor Gericht, der seinen Hund aus dem 11. Stock eines Hochhauses geworfen haben soll. Wir machen es kurz: Der Hund hat nicht überlebt und die Tat ist nicht dadurch zu rechtfertigen, dass Tiere auch in Aufzügen und auf Fahrtreppen zu Schaden kommen. Auch dass der tote Jack-Russell-Terrier „Pepe“ ordnungsgemäß in der Biomülltonne entsorgt wurde, nimmt der Tat nichts von ihrer Fallhöhe.
Die Meldung gibt es auf morgenpost.de.

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