Drei vor zehn vom 27. Januar: Neues aus der vertikalen Welt

Während wir in Berlin auf den Aufzug warten und die Langsamkeit entdecken, fälschen die Chinesen unsere Rolltreppen. In Duisburg fährt gleich mal die ganze Stadt Fahrstuhl und in Stuttgart wird die Rolltreppe zur Treppe. Wir halten uns lieber an die alternativen Fakten und Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Blick.ch: Chinesen fälschen sogar unsere Rolltreppen

Kopie oder Original? Wo Schindler drauf steht, kann man draufstehen, selbst in China.

Das kann keine Überraschung gewesen sein. Nachdem sich bereits in der vergangenen Woche herumgesprochen hatte, dass Fahrtreppen „irgendwas zwischen Raketentechnik und Neuland sind„. war es ja nur noch eine Frage der Zeit, bis irgendjemand diese Wunderwerke der Technik nachbaut. Dass dies bereits schon vor einigen Jahren der Fall ist, spricht nur umso mehr für die These, dass die Rolltreppe kein gewöhnliches Transportmittel ist. Abkupfern, kopieren und nachmachen muss man doch nur Dinge, die entweder schwer selbst zu konstruieren sind oder deren Markenwert sehr groß ist. Welches der beiden Gründe bei den Schindler Fahrtreppen zum Tragen kam, überlässt der Senkrechtstarter der Imagination seiner geneigten Leser.
Den kompletten Beitrag gibt’s auf Blick.ch.

Morgenpost.de: Wie man in Berlin unfreiwillig entschleunigt wird

Ein Hingucker: So könnte es aussehen, wenn das Warten was wert wird.

Wenn in Berlin die Entdeckung der Langsamkeit gefeiert wird, muss man gar nicht mal an den BER denken. Es reicht bereits, wenn man im Hauptbahnhof auf den Fahrstuhl wartet. So zumindest schildert es Nina Pauer in der Berliner Morgenpost recht drastisch: „Bis dieser [der Aufzug, Senkrechtstarter] dann wirklich kommt, vergeht dann noch mal eine Ewigkeit. Genug Zeit, um die Staatsverschuldung Deutschlands um mehrere Fantastilliarden anwachsen zu lassen. Mindestens.“ Time is money, will uns die Autorin wohl sagen. Nun, dann sollten wir die Zeit wenigstens nutzen: Vielleicht könnte man einfach Nachrichten, Filme oder Werbung auf die Aufzugtüren projizieren. Dann ließe sich die Wartezeit wenigstens monetarisieren und die Wartenden müssten sich nicht langweilen. Der Senkrechtstarter fragt sich, warum darauf noch niemand gekommen ist?
Den kompletten Artikel gibt’s auf morgenpost.de.

WAZ.de: Per Aufzug durch die Duisburger Vergangenheit

Screenshot: Waz.de

Aufzug findet Stadt. Und das gleich vier Mal. Aber nur in Duisburg. Denn dort kann man im Stadthistorischen Museum mit dem Aufzug in die Vergangenheit fahren und anhand von vier Modellen die Entwicklung der Stadt im zweiten Jahrtausend verfolgen. Diese fahren im gläsernen Fahrstuhl auf und ab. Einfach genial diese Idee. Warum sollten wir auch weiterhin in den Aufzug steigen und hoch und runter fahren, wenn wir doch genauso gut die Welt im Aufzug nach oben und unten bewegen könnten? Steckt in dieser Erkenntnis vielleicht sogar schon die kopernikanische Wende des Vertikaltransports. Stellen die Duisburger vielleicht nicht nur ihre Stadt zur Schau, sondern gar die vertikale Welt auf den Kopf. Der Senkrechtstarter lässt sich das mal durch den Kopf gehen.
Den kompletten Beitrag gibt es auf waz.de.

Prominent ignoriert: „Make the Rolltreppe great again“

Seitdem vor zwei Jahren eine defekte Tür an der Uni Mainz die „Techniker ist informiert“-Zettelei salonfähig machte, gehört es mittlerweile ja zum guten Bild, defekte Dinge mit Zetteln zu verzieren. Jetzt hat es eine defekte Rolltreppe in Stuttgart geschafft, wieder was anzuzetteln. Der Senkrechtstarter muss an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass eine Rolltreppe niemals kaputt geht. Wenn sie steht, wird sie nämlich einfach zur Treppe.

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