Drei vor zehn vom 2. Dezember: Neues aus der vertikalen Welt

Ein Turm neigt sich seinem Ende zu und Trump verfolgt uns weiterhin. Aber es gibt auch gute Nachrichten für Menschen mit Behinderung. Und in der Hauptstadt wird auf dem Dach jetzt lieber kultiviert diniert als exzessiv gefeiert. Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

 

Deutsche Welle: Schiefer Turm von San Francisco

Millenium Tower in San Francisco. Foto: Hydrogen Iodide/ Wiki Commons

Millennium Tower in San Francisco. Foto: Hydrogen Iodide/ Wiki Commons

Pfusch am Bau ist immer ärgerlich. Doch stellen Sie sich einmal vor, Sie leben in einem Erdbebengebiet – rund 200 Meter über Straßenniveau. Und jetzt stellen Sie sich bitte vor, dass sich das Gebäude, in dem Sie wohnen, in den vergangenen sieben Jahren um 15 Zentimeter zur Seite geneigt hat. Beunruhigend? Das denken sich auch die rund 400 Eigner im Millennium Tower von San Francisco. Zumal die Luxusappartements mit Küstenblick mehrere Millionen Dollar das Stück kosten. Entsprechend hoch ist auch die nun eingereichte Sammelklage: 500 Millionen Dollar verlangen die Eigentümer für die Beseitigung von Wandrissen und Feuchtigkeitsschäden. Angeblich fußt das Fundament auf unsicherem Grund. Nachgewiesen hat die Schieflage des Gebäudes übrigens die europäische Raumfahrtagentur ESA. Satellitenbilder dokumentieren die fortschreitende Neigung des Gebäudes. Wir meinen: Aus mehreren Tausend Kilometern Höhe einen 15-Zentimeter-Pfusch zu erkennen zeigt, wie sehr es bei Technik auf den richtigen Partner ankommt.
Den ganzen Beitrag gibt es auf der Website der Deutschen Welle.

San Francisco Chronicle: Trump-Watch im Netz

Trump-Cam

Trump-Cam

Wir haben ihn immer wieder prominent ignoriert, aber jetzt müssen wir uns seiner doch einmal ernsthaft annehmen: Es geht um Trump, president-elect und wohl einer der prominentesten Fahrstuhlfahrer und Rolltreppennutzer weltweit. Dieses mal sorgt er mit einer Live-Cam im Trump Tower für Senkrechtstarter.-gerechte Schlagzeilen. Die hat die Fahrstuhltüren in der Lobby der Donald-Residenz im Blick. Mit Geduld, Ausdauer und einer gehörigen Portion Politikverständnis können Internetnutzer so das Casting für das künftige Kabinett der USA live verfolgen. Moment, Mitarbeiter-Casting als Reality-TV, da war doch was? Richtig: Mit dem Format „The Apprentice“ unterhielt der Tycoon elf Staffeln lang das Fernsehpublikum. Und obwohl es dabei um die Einstellung neuer Talente für das Trump-Imperium ging, wurden die Worte „You’re fired“ zum geflügelten Sentenz der Serie. Wer wohl künftig spektakulär aus dem mühsam gebastelten Kabinett fliegen wird, kann man auf rsbn.tv verfolgen.
Den ganzen Beitrag des Chronicles gibt es auf der Tochterseite sfgate.

Badische Zeitung: Arbeitsamt unterstützt Technik für Inklusion

blindman_medAus Baden erreichte uns in dieser Woche eine kleine, aber wichtige Erinnerung: Arbeitsämter unterstützen Unternehmen bei der Anschaffung technischer Hilfsmittel, die Angestellten mit Behinderung zugute kommen. Das gilt unter anderem auch für den Einbau von Fahrstühlen. Anlässlich der jetzt ausgelaufenen „Woche für Menschen mit Behinderung“ ermutigt das Arbeitsamt Offenburg die Wirtschaft, häufiger ihrer Pflicht zur Einstellung auch schwerbehinderter Menschen nachzukommen. Am Geld, so die Agentur, solle das nicht scheitern. Der Staat subventioniere technische Lösungen für die Inklusion behinderter Menschen in der Arbeitswelt großzügig. Wir fügen hinzu:  Barrierefreiheit ist eigentlich die Kunst des Weglassens – Hindernisse werden dagegen erst gebaut. Einfach mal drüber nachdenken. Den ganzen Beitrag mit ermutigenden Fallbeispielen gibt es bei der Badischen Zeitung.

Prominent ignoriert: Letzte Runde im Partylift

Blick aus dem 40seconds auf den beleuchteten Potsdamer Platz.

Blick aus dem 40seconds auf den beleuchteten Potsdamer Platz.

Jennifer Lopez hat hier schon getanzt, und Quentin Tarantino hat hier… nun ja, wahrscheinlich ein wenig creepy in die Runde geschaut und mit gespitzten Lippen eine Bloody Mary durch den Strohhalm genuckelt. Schockrocker Marylin Manson hatte hier eine Ausstellung und Bernd Eichinger feierte hier Geburtstag. Wo? Im 40seconds. Sagt Ihnen nichts? Kein Wunder. Denn die Rooftop-Bar unweit des Potsdamer Platzes in Berlin ist nur etwas für Eingeweihte. Die namensgebende, 40-sekündige Aufzugsfahrt in den achten Stock darf nur genießen, wer an einer der härtesten (Fahrstuhl-) türen der Stadt vorbeikommt. Doch damit ist zum 1.1.2017 Schluss. Der Betreiber wandelt den Club in ein Restaurant, was die langerzählte These eines unserer Senkrechtstarter. belegt: Essen ist das neue Pop. Schade eigentlich: Quentin Tarantino möchten wir nun wirklich nicht beim Speisen zuschauen. Und auch Jennifer Lopez ist uns auf der Tanzfläche wesentliche lieber. Berichtet hat über die traurige Nachricht der Tagesspiegel.

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