Drei vor zehn vom 9. September: Neues von der Rolltreppe

Beim G-20-Gipfel in Hangzhou gab’s Ärger um die Rolltreppe und eine schöne Fahrt auf der Fahrtreppe. In München machen die Fahrtreppen Geräusche. In London scheitert das Fahrtreppen-Experiment. Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Der Tagesspiegel: Ärger um die Rolltreppe beim G-20-Gipfel

Beim G-20-Gipfel im chinesischen Hangzhou trafen sich die Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländern – und fuhren gemeinsam Fahrtreppe, genauer Schindler-Fahrtreppe. Wie schön das sein kann, zeigt der chinesische Sender CCTV News in diesem vierminütigen Video. Der türkise Punkt auf dem Screenshot (Bild rechts) ist übrigens Frau Merkel. Weniger harmonisch ging es bei der Ankuft von US-Präsident Obama zu. Die von chinesischer Seite zum Ausstieg aus der Air Force One bereitgestellte Rolltreppe wurde nach Darstellung chinesischer Medien von den US-Sicherheitsbeamten verschmäht und der Präsident musste den Flieger über einen Nebenausstieg verlassen. US-Medien vermelden, dass es gar keine Rolltreppe gab und vermuten eine diplomatische Demütigung. Was wir dabei lernen? Zumindest, dass eine Rolltreppe keine Fahrtreppe ist. Denn während erstere eine Treppe auf Rollen ist, ist die andere eine Treppe zum Fahren. Aber wir sind da nicht so.
Mehr dazu auf tagesspiegel.de. Das Video gibt es hier.

Süddeutsche Zeitung: Der Sound der Rolltreppen in München

Städte haben nicht nur ihren eigenen Duft, sondern auch einen eigenen Sound. Dem spürt die Süddeutsche Zeitung in München mit der Serie „Der Sound der Stadt“ nach. Diese Woche war die Münchner U-Bahn an der Reihe und ein lang gedienter Fahrkartenkontrolleur führt den Autoren des Beitrags in den Sound des Untergrunds ein. Wenn er dabei sein Ohr auf die Schiene Rolltreppe legt, wird es ganz poetisch: „Ein fideler Takt ist zu hören, wie ihn ein heiterer Flaneur gedankenverloren auf den Oberschenkel klopft. Die Schwester-Treppe daneben stößt dagegen ein hektisches Hämmern aus, ein schon eher passender Pulsschlag für die Betriebsamkeit an diesem Knotenpunkt.“ Der Soundkenner erläutert dann, dass jede Fahrtreppe individuelle Geräusche produziert. Im Umkehrschluss könnte man auch sagen: Jede Rolltreppe ist am Sound zu erkennen. Wie schade, dass es „Wetten, dass?“ nicht mehr gibt…
Den kompletten Artikel gibt’s auf sueddeutsche.de.

Die Welt: Rechts stehen, links gehen in London

Das revolutionäre Londoner Rolltreppen-Experiment haben wir beim Senkrechtstarter schon ausreichend gewürdigt und auch kritisch hinterfragt. Kurz gefasst geht es darum, dass britische Wissenschaftler die eherne Rolltreppen-Regel „Rechts stehen, links gehen“ der Ineffizienz überführen wollen. So werden seit einiger Zeit die Rolltreppennutzer an der Londoner U-Bahnstation Holborn zu den Hauptverkehrszeiten angewiesen, auf den Fahrtreppen einfach stehen zu bleiben –  egal, ob links oder rechts. Obwohl das Experiment derzeit noch läuft, gilt es, wie Die Welt berichtet, inzwischen als gescheitert. Links wird weiterhin gelaufen und rechts gestanden. Die Leute halten sich einfach nicht an die neuen Anweisungen. Gut so, konstatiert Die Welt, denn viel wichtiger als eine geringfügige Erhöhung der Förderkapazität sind schließlich die etablierten städtischen Kulturtechniken, die uns allen ein rücksichsvolles Miteinander ermöglichen. Da nicken wir zustimmend und überholen links.
Den kompletten Artikel gibt’s unter welt.de.

Prominent ignoriert: Britney und Ellen nehmen die Rolltreppe

Das ist ja total verrückt, um mal im Duktus von Promicabana zu bleiben. Da geht Ellen DeGeneres mit Britney Spears in eine Shopping Mall und – das ist jetzt absolut abgefahren – rennt mit ihr eine Fahrtreppe hinauf. In umgedrehter Richtung. Und weil das so lustig ist, war Ellens Filmteam dabei und hält das für die Nachwelt fest. Natürlich ist diese Aktion nicht so crazy und sinnfrei, wie sie aussieht. Nun vielleicht doch, aber schließlich will Ellen Britney beweisen, dass man sich mit einem Promibonus fast alles erlauben kann. So schafft sie es beispielsweise ein Outfit für Britney for free zu bekommen, indem sie die Promi-Karte zieht. Bei der Fahrtreppe wiederum ist es etwas ganz anderes. Lassen wir außer acht, dass es nicht zulässig und mit High Heels schon gar nicht empfehlenswert ist, die Rolltreppe in falscher Richtung zu benutzen. Wer es doch einmal tun will, braucht keinen Promibonus. Das kann jedes Kind.
Das Video gibt’s unter promicabana.de.

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