Drei vor zehn vom 26. August: Neues aus der vertikalen Welt

In Dresden steht der Aufzug zur Disposition, in Potsdam wird der Aufzug, und in Potsdam wird ein Aufzug zum Politikum. In Hamburg wird ein Aufzug sehnlichst vermisst. Und Focus Online landet wieder mal eine Aufzug-Scoop. Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

In Dresden herrscht Streit über einen Aufzug zur Brühlschen Terrasse

Brühlsche Terrasse © Wikimedia Commons/Rene Schwietzke

Brühlsche Terrasse © Wikimedia Commons/Rene Schwietzke

Zum „Balkon Europas“ wird vielleicht doch kein Aufzug führen. Der geplante Fahrstuhl zur Brühlschen Terrasse droht an Meinungsverschiedenheiten zwischen der Landeshauptstadt Dresden und dem Freistaat Sachsen zu scheitern, wie die Dresdner Neuesten Nachrichten berichten. So hätten sich beide Seiten bislang nicht über die Frage der Finanzierung einigen können. Der angrenzende Schloßplatz befindet sich im Eigentum der Landeshauptstadt, die Brühlsche Terrasse dagegen gehört dem Freistaat. Laut Zeitung habe Dresden dem Land zwar einen Investitionszuschuss in Höhe von 250.000 Euro in Aussicht gestellt, eine Beteiligung an den Betriebskosten stelle die Stadt aber nicht in Aussicht. Der Freistaat streibt allerdings eine Finanzierungsbeteiligung der Landeshauptstadt an. Etwa eine Million Euro soll der Aufzug kosten, die jährlichen Betriebskosten könnten bei rund 10.000 Euro liegen. Ein Aufzug für Menschen mit Behinderung ist seit längerer Zeit im Gespräch.
Mehr dazu unter dnn.de.

In Potsdam sorgt eine defekte Liftanlage an der Alten Fahrt für Ärger

Auch in der brandenburgischen Landeshauptstadt gibt es Streit um einen Aufzug. Der Lift zur neuen Havelpromenade an der Alten Fahrt, über den wir bereits berichteten, war zunächst nur mit einem Spezialschlüssel zu benutzen, inzwischen ist er alle paar Tage außer Betrieb, wie die Potsdamer Neuesten Nachrichten schreiben. Jetzt prüft die Stadt eine Alternative zu dem fehleranfälligen Aufzug, die Linke sprach sich derweil erneut für eine Rampe an der Stelle aus. Es sei ein „Unding“, dass Menschen derzeit aus ästhetischen Gründen ausgeschlossen würden, zitiert die Zeitung den Kreischef der Partei. Behindertenverbände hatten von Anfang an eine Rampe gefordert, doch die Stadt hatte dies mit dem Argument abgelehnt, eine Rampe würde die Fläche zerschneiden. Die Gesamtkosten der Liftanlage lagen bei 46.000 Euro.
Den kompletten Artikel gibt’s auf pnn.de.

Eine taz-Autorin beschwert sich über zu wenige Aufzüge in Hamburg

Die Tageszeitung taz scheint derzeit ganz vernarrt ins Thema Aufzüge zu sein. Nachdem in der vergangenen Woche bereits eine Kolumnistin über defekte Aufzüge und fehlende Barrierefreiheit geschrieben hatte, verlangt die Hamburger Autorin Annika Stenzel nun in der Rubrik geht’s noch „einen funktionierenden Aufzug, der sie ohne Umwege über andere Bahnhöfe zum S-Bahn-Gleis bringt“. Denn entweder gebe es in den Stationen gar keine Aufzüge, oder aber Fahrstühle und Rolltreppen seien gerade nicht funktionstüchtig. „Ich habe nur einen Kinderwagen“, schreibt Stenzel, „keinen Rollator oder Rollstuhl, keine Beeinträchtigung. Trotzdem ist es für mich schwer, mich mit dem öffentlichen Nahverkehr fortzubewegen.“ Dass in Hamburg derzeit 48 Millionen Euro in die Verschönerung von S-Bahn-Stationen gesteckt werden, ärgert die Autorin. Mit „Milchglas statt Fahrstuhl“ sei niemandem geholfen.
Den kompletten Artikel gibt’s unter taz.de.

Prominent ignoriert: Der Focus hält Türschließ-Knöpfe für funktionslos

© Screenshot focus.de

© Screenshot focus.de

Willkommen in der Welt der Aufzugverschwörungen! Nachdem sich hartnäckig der Glaube hält, man könne Fahrstühle durch „Hacking“ in einen schnelleren Express-Modus versetzen, zitiert das Nachrichtenmagazin Focus nun einen Aufzugtechniker mit den Worten: „80 Prozent der Türschließ-Knöpfe funktionieren nicht.“ Besonders schön ist aber der Trick, mit dem man angeblich den Aufzug überlisten kann: „Einfach den Arm kurz zwischen die offenen Türen halten. Der Aufzug denkt, eine weitere Person steigt ein – und schließt die Türen schneller.“ Na klar…
Den Beitrag samt Video gibt’s unter focus.de.

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