Geschäftsidee im Elevator Pitch: Mitflugzentrale Wingly

„Wenn Fliegen doch nur nicht so teuer wäre“, haben sich zwei Franzosen und ein Deutscher gedacht und kurzerhand die Mitflugzentrale Wingly gegründet. In unserem wöchentlichen Elevator Pitch erklärt Lars Klein, wie das Ganze genau funktioniert. 

Elevator Pitch mit Lars Klein:

Die Gründer von Wingly: Emeric, Lars und Bertrand (von links)

Die Gründer von Wingly: Emeric, Lars und Bertrand (von links)

Wer seid ihr?

Wir sind Wingly, wir machen eine Mitflugzentrale, und gegründet wurde Wingly von drei Gründern: Bertrand, Emeric und mir. Betrand und Emeric, beide ihrerseits Franzosen, haben Luftfahrtingenieur studiert, sind Privatpiloten. Und ich selber habe Abitur in Koblenz gemacht, bin nach Berlin gezogen, habe mich selbstständig gemacht. Ja, und dann haben wir uns im Internet getroffen, kennengelernt, zusammengetan und in Paris angefangen, Wingly zu entwickeln.

Welches Problem hat euch auf die Idee für Wingly gebracht?

Es ist so, dass eine Flugstunde in der Regel relativ teuer ist. Also wir sprechen so von 200 Euro im Durchschnitt für eine Stunde Fliegen. Das ist als Erwachsener schon ein teures Hobby, aber gerade wenn man jung ist, ist es noch mal einen Ticken teurer, und man kommt wirklich nicht sehr gut nach, diese Leidenschaft auszuüben. Und deswegen haben wir uns gedacht: Warum nicht einfach die Sitzplätze und somit auch die Kosten teilen? So kann der Pilot viel Geld sparen und macht gleichzeitig noch andere Leute happy.

Wie funktioniert Wingly?

Wingly funktioniert sehr, sehr simpel. Im Endeffekt ist es nichts anderes als eine Mitfahrgelegenheit, so wie BlaBlaCar. Der Pilot trägt seine Flüge ein – das kann ein Rundflug sein, aber auch ein A-B-Flug, also ein Streckenflug. Als Mitflieger kann man auf unser Flugliste schauen: Welche Flüge gibt es denn? Man kann Filter setzen und dann seinen passenden Flug finden. Dann bucht man den Flug einfach, gibt einen kleinen Kommentar für den Piloten an und wartet dann auf die Rückmeldung vom Piloten, der dann entweder „ja“ oder „nein“ sagt. In der Regel ist es „ja“ – und dann kann man einen wunderschönen Rundflug oder einen schönen Tagesausflug machen.

Was soll Wingly erreichen?

Wir möchten die Luftfahrt demokratisieren, also im Endeffekt Kleinflugzeuge und die Aktivitäten der Fliegerei jedermann zugänglich machen und nicht dieses Klischee aufrechterhalten, dass es nur für eine reiche Elite vorbehalten ist, sondern wirklich günstige Flüge anbieten können. Dass jeder die Möglichkeit hat, in einem kleinen Flugzeug seine Heimat von oben zu sehen oder den Tag am Meer zu verbringen.

Was brauche ich für Wingly – und wie viel kostet mich das Ganze?

Einen Flug zu buchen, ist relativ einfach: Man geht einfach auf unsere Webseite www.wingly.io, da sieht man dann die Liste. Die Webseite kann man auf dem Handy, auf dem Tablet oder auf dem Computer aufrufen. Man sieht die Flüge, kann die auch direkt am Computer buchen. Also man muss keine App umständlich runterladen, sondern es geht alles direkt am Browser online. Und so ein Flug kostet im Schnitt, ich sage mal für eine Stunde Rundflug, zwischen 40 und 50 Euro pro Person. Das ist immer schwierig, genau zu sagen, was es kostet, denn bei Flugzeugen ist es so wie Autos: Es gibt die Volkswagen, aber es gibt auch die Porsche, und da können die Kosten relativ schnell variieren. Aber im Durchschnitt 40 bis 50 Euro für eine Stunde Rundflug ist definitiv gegeben.

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