Drei vor zehn vom 24.6.2016: Neues aus der vertikalen Welt

Der Tagesspiegel will die Aufzüge frei machen, die Deutsche Bahn kämpft mit Adam gegen den Stillstand und Solar Impulse bezwingt den Atlantik. Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Der Tagesspiegel macht die Aufzüge frei

„Was haben eigentlich all die augenscheinlich gesunden Menschen unter 60 und ohne schweres Gepäck in Berlins Aufzügen verloren“, fragt der Berliner Tagesspiegel und plädiert für die klare Nutzungsreihenfolge Bedürftigkeit vor Bequemlichkeit. Aber nicht nur, dass die Aufzüge eben nicht für alle da sein sollen, es sind, so der nächste Vorwurfe, ihrer auch nicht genügend da, und – jetzt kommt Anranzer Nummer drei – wenn sie da sind, können sie nicht benutzt werden: „Erstaunlich, was an so einer Anlage alles repariert, gewartet, gestrichen und gesäubert werden muss“, wundert sich der Tagesspiegel. Dabei liegt es doch auf der Hand, dass Aufzüge, die viel benutzt werden, viel repariert, gewartet, gestrichen und gesäubert werden müssen. Sonst könnten die Berliner Verkehrsbetriebe ja auch keine Verfügbarkeit der Aufzugsanlagen von 98 Prozent erreichen. Dass es in Berlin zu wenig Aufzüge gibt, steht auf einem ganz anderen Blatt. denn gäbe es ausreichend, könnten die Bequemen und die Bedürftigen nämlich gemeinsam fahren.
Den kompletten Artikel gibt’s unter tagesspiegel.de.

Die Stuttgarter Zeitung über Rolltreppen, die selbst Hilfe rufen

Adam war nicht nur der erste Mensch und fristet heute sein Dasein als Opel-Kleinwagenmodell. Adam ist auch der Name eines neuen Online-Systems, mit dem die Deutsche Bahn sämtliche Anlagen dazu bringen will, sich selbst zu melden, wenn etwas nicht läuft. „ADAM“ steht für „Automatisierung und Digitalisierung im Anlagenmanagement“. Auch Aufzüge und Rolltreppen sollen dafür Sensoren erhalten, die messen, ob die Anlage fährt oder nicht. Diese Daten werden dann auch im Netz frei verfügbar sein. Adam soll dabei helfen, das schlechte Image der Aufzüge und Fahrtreppen in den deutschen Bahnhöfen zu verbessern, Obwohl bereits jetzt nach Aussage der Bahn bereits 80 Prozent aller Störungen am nächsten Tag behoben sind, haben Aufzüge und Fahrtreppen den Ruf immer kaputt zu sein. Daher will die eine Verfügbarkeit von 97 Prozent in der Stadt und 95 Prozent auf dem Land zu erreichen – und sich dabei mithilfe von Adam nicht wie der erste Mensch anstellen.
Den kompletten Artikel gibt’s unter stuttgarter-zeitung.de.

Solar Impulse bezwingt den Atlantik in 70 Stunden

Das ist Abenteuer, Pioniergeist, Aufbruch. Und da sage mal noch einer, das wäre im 21. Jahrhundert nicht mehr möglich, neue Kontinente zu entdecken. Diese Woche bezwang das Solarflugzeug Solar Impulse 2 in 2 Tagen, 23 Stunden und 8 Minuten den Atlantik. Wie immer – und das ist der Scoop – ohne einen Tropfen Treibstoff. Am Montag war Bertrand Piccard mit dem Solarflieger um 2:30 Uhr Ortszeit (8:30 MESZ) in New York gestartet und am Donnrstagmorgen um 7.40 Uhr im spanischen Sevilla gelandet. 35.000 Kilometer galt es auf dieser 15. Etappe der Weltumrundung zurückzulegen. Damit sind bereits zwei Drittel geschafft. Den Piloten und Initiatoren dieses Projekts, André Borschberg und Bertrand Piccard geht es dabei nicht in erster Linie um den persönlichen Kick als Abenteurer und Explorer, sondern vor allem darum, der Welt zu zeigen, was mit Solarenergie zu bewerkstelligen ist.
Den kompletten Artikel gibt’s unter spiegel.de.

Prominent ignoriert: Die Süddeutsche quetscht sich in den Fahrstuhl

Selbst wenn ein Aufzug vorhanden ist, funktioniert und gut aussieht, kann man sich über ihn auslassen. Schließlich gibt es ja noch die anderen Fahrgäste und wie wusste schon Sartre: „Die Hölle, das sind die anderen“. Zu viele Menschen am selben Ort sind selten ein Quell der Freude, in der Enge einer Aufzugskabine sind sie immer ein Ärger. Das manifestiert sich insbesondere zu Stoßzeiten, im Bürohochhaus ist dafür die Mittagspause prädestiniert. Wenn alle hungrigen Büromenschen zur selben Zeit ihre Schreibtische verlassen und zur Nahrungsaufnahme eilen, führt das zu Wartezeiten vor den Aufzugskabinen und ungewollten Körperkontakt darin. Das ist in der Kolumne „Was ich am Job hasse“ von Katja Schnitzler flott und amüsant beschrieben, bietet allerdings keine Lösung des Problems. Die steuern wir noch schnell zu und empfehlen den Leidtragenden antizyklische Essenszeiten oder das Homeoffice und legen den Betreibern dieser überforderten Aufzüge diesen Link ans Herz.
Den kompletten Artikel gibt’s unter sueddeutsche.de.

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