Drei vor zehn vom 13.05.2016: Neues aus der vertikalen Welt

Die Solar Impulse landet in Oklahoma, Paternoster werden zur Kunstgalerie und Rollstuhlfahrer demonstrieren gegen Gleichstellungsgesetz. Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Die Solar Impulse 2 landet nach 18 Stunden Flug in Tulsa (Oklahoma)

Nun ist auch die elfte Etappe geschafft. Das Solarflugzeug SI2 mit Bertrand Piccard im Cockpit landete am Freitagmorgen um kurz nach 6 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma. Nach einer Woche des Wartens in Arizona waren von der Stadt Goodyear aus mehr als 1700 Kilometer zurückzulegen – über einem Gebiet, das berüchtigt ist für seine Tornados. Doch alles ging gut. Vor dem Flug hatte der zweite Pilot André Borschberg noch via Twitter gescherzt: „Nach deinem dreitägigen Flug über den Pazifik dürfte dies ein Kinderspiel sein.“


Mehr dazu unter derbund.ch und auf solarimpulse.com. Weitere Infos: Senkrechtstarter-Blog.de.

In Berlin werden Paternoster zur temporären Kunstgalerie

Noch bis zum 16. Mai präsentieren elf Künstlerinnen und Künstler aus Berlin und Köln ihre Installationen zum Thema „Hierorts, Andernorts“ in den Paternoster-Kabinen im Berliner Haus des Rundfunks. Neun Kabinen werden auf diese Weise zu einer Galerie auf Zeit, zwei Minuten und 51 Sekunden dauert eine Durchfahrt. „Wohin wünscht man sich? Und was bedeutet dieser Ort für mich?“ Diese Fragen versuchen die Künstlerinnen und Künstler laut dem Rundfunk Berlin-Brandenburg auf knapp zwei Quadratmetern Fläche abzubilden.
Mehr dazu samt Video unter rbb-online.de.

Rollstuhlfahrer demonstrieren gegen geplantes Gleichstellungsgesetz

Rund 20 Rollstuhlfahrer haben sich in der Nacht zum vergangenen Donnerstag am Berliner Reichstagsufer festgekettet. Die Aktion war ein Protest gegen die Abstimmung im Bundestag über das geplante Gleichstellungsgesetz. Viele Menschen mit Behinderung kritisieren, dass das neue Gesetz nicht genug zur Barrierefreiheit beitrage. Laut Zeit Online geht es konkret darum, dass auch Restaurants und Kinos dazu verpflichtet werden sollen, behinderten Menschen einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Das Bundesteilhabegesetz sehe dies verpflichtend nur für Ämter und Bundesbehörden vor. Der Aktivist Raúl Krauthausen sagte laut Deutschlandfunk: „Wir wollen mit dieser Aktion zeigen, dass wir uns von der Politik nicht  länger einlullen lassen.“
Mehr dazu unter zeit.de und deutschlandfunk.de.

Prominent ignoriert: Raubtier auf der Rolltreppe?

© Julia Marie Werner

© Julia Marie Werner

„Was macht der Löwe auf der Rolltreppe?“, fragt Spiegel Online recht reißerisch. Wer wenige Zeilen des zugehörigen Artikels gelesen hat, muss erkennen: Nichts macht der Löwe auf der Rolltreppe, denn der vermeintliche König der Tiere ist hier in Wahrheit ein schnöder Hund mit einer künstlichen Mähne. Er hört auf den Namen Tschikko Leopold von Werner und wurde von seinem Frauchen, der Fotografin Julia Marie Werner, in allerlei Alltagssituationen abgelichtet – unter anderem eben bei der Fahrt auf einer Rolltreppe im Hamburger U-Bahnnetz. Ganz possierlich sind die Fotos mit dem „Großstadtlöwen“ geraten, das muss man zugeben. Es tröstet ein wenig über den Etikettenschwindel hinweg.
Mehr dazu unter spiegel.de.

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