Architekt Langhof entwirft ein visionäres Hochhaus für Berlin

Die Metropolen in Deutschland brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum, das ist längst kein Geheimnis mehr. Aber benötigen die Großstädte vielleicht sogar noch mehr? Brauchen sie visionäre Hochhäuser, die multifunktional genutzt werden können? Die nicht nur reine Wohn- oder Bürotürme sind, sondern möglichst viele Bereiche des Lebens abdecken?

Upper West im Februar 2016 © Wikimedia Commons/Naturally Selenator

Upper West im Februar 2016 © Wikimedia Commons/Naturally Selenator

Christoph Langhof würde diese Fragen entschieden mit „ja“ beantworten. Der in Linz geborene und mittlerweile in Berlin lebende Architekt hat sich in den vergangenen Jahren hervorgetan durch Hybridbauten, etwa das Classicon im Oktogon des Leipziger Platzes in Berlin: Zwei Sockelgeschosse für Einzelhandel und Gastronomie, darüber fünf Büroetagen und ganz oben vier Wohngeschosse.

Derzeit entsteht nach Entwürfen von Langhofs Büro und KSP Jürgen Engel Architekten das Upper West, ebenfalls in der Hauptstadt. Auch hier wurde wegen des großen Bedarfs an Wohnraum entschieden, das Hochhaus mit Hotel, Büros und Einzelhandel durch Apartments zu erweitern.

Effizient bei Energie und Kosten

Nun hat Christoph Langhof sein nächstes Projekt bekanntgegeben: Epsilon soll es heißen, und der griechische Buchstabe steht dabei für die Wörter „effizient“, „energetisch“ und „essentiell“. Nicht nur die Langhofsche Hybridnutzung ist gemeint – Büros und Einzelhandel unten, Wohnraum oben –, sondern das Hochhaus soll zugleich einen „Meilenstein auf dem Weg zum Nullenergiehochhaus“ darstellen. Das meint konkret: Strom und Heizungswärme kommen aus eigener, „grüner“ Produktion.

© Christoph Langhof

© Christoph Langhof

Nachhaltigkeit verspricht auch die in den Entwürfen gezeigte Fassadengestaltung: Viel Grün und vertikale Gärten sind dort vorgesehen. Kosteneffizient soll das Epsilon insofern sein, als Parkplätze und Technik nicht im Keller, sondern im Inneren des Gebäudes untergebracht sein sollen. So spart man sich eine Baugrube.

Der geplante Standort des Epsilon liegt auf der Lohmühleninsel, an der Grenze zwischen den Ortsteilen Kreuzberg und Alt-Treptow sowie zwischen Landwehrkanal und Flutgraben. Das pyramidenförmig sich nach oben verjüngende Gebäude soll rund 65 Meter hoch werden und 18 Etagen umfassen.

Die Höhe ist übrigens kein Zufall: Hochhäuser, deren höchste Aufenthaltsfläche nicht über 60 Metern liegt, seien nur um Weniges teurer als vier- oder fünfstöckige Gebäude, so zitiert die Welt den Architekten Langhof.

Mehr dazu – mit weiteren Bildern der Entwürfe – unter baunetz.de, ingenieur.de und welt.de.

© Christoph Langhof

© Christoph Langhof

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