3D-Grafik zeigt Berlins Wandel zur Wolkenkratzer-Metropole

Die Berliner Morgenpost zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie sich das Zentrum der deutschen Hauptstadt seit 1990 verändert hat – und wie gewaltig es sich in den kommenden Jahren vermutlich noch verändern wird.

Berlin, quo vadis? Oder, um im entsprechenden Jargon zu bleiben: Wohin jehste? Diese Frage darf man sich zurzeit vor allem auch architektonisch stellen, denn klar ist: Die deutsche Hauptstadt braucht bezahlbaren Wohnraum, kein Problem scheint dort derzeit dringlicher zu sein (nein, auch Schuldenberg und BER folgen auf den Plätzen). Jahr für Jahr wächst die Stadt um 80.000 Einwohner, für das Jahr 2030 wird bisweilen schon mit einer Bevölkerungsgröße von über 4 Millionen gerechnet.

Das Institut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ging bereits vor anderthalb Jahren von einem jährlichen Bedarf von 16.000 neuen Wohnungen aus, um die Nachfrage zu decken. Nicht zuletzt durch die Flüchtlingskrise wird dieser Bedarf noch kräftig steigen. Dass deshalb in Zukunft auch mehr in die Höhe gebaut werden dürfte als bisher, scheint naheliegend. Bisher verlieren sich gerade einmal fünf Hochhäuser mit über 100 Metern Höhe in der Innenstadt, wie auch die Berliner Morgenpost weiß.

Es wird eng am Alex

Die Zeitung hat nun in Form einer interaktiven 3D-Visualisierung veranschaulicht, wie sich die Innenstadt Berlins seit der Wiedervereinigung 1990 verändert hat und wie sie zukünftig aussehen wird. Die seit 1993 bestehenden Pläne zur Bebauung des Alexanderplatzes nahmen erst kürzlich wieder Fahrt auf, wie auch wir berichteten: Elf Punkthochhäuser von Stararchitekt Hans Kollhoff, dazu der Alexander A Tower des russischen Bauunternehmers MonArch sowie der Gehry-Turm des US-Immobilienkonzerns Hines sollen entstehen – allesamt mindestens 150 Meter hoch.

Wohnhochhaus Living Levels © Fridolin freudenfett

Wohnhochhaus Living Levels © Fridolin freudenfett

Im Friedrichshain sind zwei Wohnhochhäuser namens Max und Moritz geplant, 86 beziehungsweise 95 Meter hoch. Daneben steht seit Kurzem das Living Levels mit 56 luxuriösen Eigentumswohnungen. Wie stark werden solche Bauten den Charakter Berlins verändern, fragt sich mancher besorgt.

Prognose der Morgenpost: „Berlin wächst in die Höhe. Wie schnell und wie hoch, ist offen. […] Weil der Büro- und der Hotelmarkt boomen, werden nach wie vor die meisten Hochhäuser dafür errichtet. Doch auch Wohntürme werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen, sind sich Immobilienexperten sicher. Denn Bauland in Berlin wird immer knapper und teurer.“ Und dann könnte es in absehbarer Zeit durchaus auch mal 200 Meter und mehr in die Höhe gehen – wie es etwa in London schon längst geschieht.

Die interaktive 3D-Grafik der Berliner Morgenpost finden Sie unter „Berlins neue Skyline“.

© Berliner Morgenpost

© Berliner Morgenpost

1 Kommentare

  1. Thomas Brinkmann

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich würde mich sehr freuen wenn die Stadt Berlin einige Investoren finden würde, die schöne Hochhäuser am Alexanderplatz um die 150 m bauen würden. Ich denke es wäre für diesen Standort eine gute Möglichkeit einen neun Kulturellen Ort zu schaffen. Mit Geschäften, Passagen, Sky bar u.s.w.. Vielleicht kann auch die Berliner Stadt dazu beitragen etwas Tolles dort zu erschaffen. Auf alle Fälle hören meiner Meinung nach Hochhäuser mit Style siehe Kollhoff, Ortner % Ortner, Kleihues dazu.
    Auf gutes Gelingen.
    Thomas Brinkmann

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