Preisgekrönt & hoch hinaus: Emporis Skyscraper Awards

Jahr für Jahr schießen weltweit neue Hochhäuser aus dem Boden, viele von ihnen sind spektakulär. Emporis kürt die besten mit dem Skyscraper Award, wir zeigen die Top Ten 2014 – mit einem Pekinger Wolkenkratzer an der Spitze. 

Der Architekturpreis Emporis Skyscraper Award wird seit 2000 jährlich vom Hamburger Gebäudedaten-Anbieter Emporis verliehen. Ausgezeichnet werden die hinsichtlich Design und Funktionalität besten neuen Hochhäuser. Dabei werden ausschließlich Gebäude nominiert, die entweder eine Höhe von mehr als 100 Metern oder mindestens 30 Etagen aufweisen.
Obwohl schon oft in der Top Ten vertreten, belegt China mit Wangjing SOHO nun zum ersten Mal seit der Entstehung des Emporis Skyscraper Awards den ersten Platz. Überraschend ist, dass sich in diesem Jahr kein einziges kanadisches Gebäude unter den Siegern findet – entstehen doch insbesondere in Toronto so viele neue Hochhäuser und Wolkenkratzer wie in kaum einer anderen westlichen Stadt. Nichtsdestotrotz besteht für Nordamerika Grund zur Freude: Nachdem die USA als Wiege der Hochhausarchitektur zwei Jahre in Folge leer ausgingen, haben es nun gleich zwei Projekte aus New York in die Top Ten des Architekturpreises geschafft.

Platz 1: Zaha Hadid Architects für Wangjing SOHO

Der Gebäudekomplex in einem Vorort von Peking wurde von einer internationalen Expertengruppe aus mehr als 300 Hochhäusern ausgewählt, die alle im Kalenderjahr 2014 fertiggestellt wurden. Wangjing SOHO, bestehend aus drei Wolkenkratzern mit einer Höhe von jeweils 118, 127 und 200 Metern überzeugte die Jury insbesondere durch seine Energieeffizienz sowie das markante Design. Die fließenden Formen machen das von Zaha Hadid Architects entworfene Großprojekt zu einem Hingucker in der Pekinger Skyline.
Mehr Informationen: Wangjing SOHO (Emporis)

Der Sieger: Wangjing SOHO in Peking © Jan Martin

Der Sieger: Wangjing SOHO in Peking © Jan Martin

 

Bosco Verticale in Mailand © B Plessi

Bosco Verticale in Mailand © B Plessi

Platz 2: Boeri Studio für Bosco Verticale

Das zweitplatzierte Projekt Bosco Verticale („Vertikaler Wald“) besticht durch seine „Grüne“ Architektur, die einen Meilenstein im Bereich Nachhaltiges Bauen darstellt. Die Fassade und Balkons der zwei von Boeri Studio entworfenen Türme sind mit über 700 Bäumen und 90 verschiedenen Pflanzenarten bewachsen. Diese verringern die Belastungen durch Smog und Lärm, während sie gleichzeitig Sauerstoff produzieren und die Temperatur im Inneren der 105 und 78 Meter hohen Türme regulieren.
Mehr Informationen: Bosco Verticale (Emporis)

 

 

 

Tour D2 in Courbevoie © Thomas Pichereau

Tour D2 in Courbevoie © Thomas Pichereau

Platz 3: Agence d’Architecture Anthony Béchu, ATSP für Tour D2

Auf den dritten Platz wählte die Jury Tour D2 in Courbevoie. Seine elegante Form wird vor allem durch das externe Stahltragwerk definiert, das den ovalen 171 Meter Turm in voller Höhe umspannt: Das extravagante Rautendesign verleiht dem Wolkenkratzer sein charakteristisches Aussehen und lässt die Fassade im Sonnenlicht glitzern wie einen Diamanten. Auf dem Dach schließt sich das Stahlnetz über dem so genannten Cloud Garden („Wolken-Garten“), einer 500 Quadratmeter großen grünen Oase mitten im Herzen des Business Centers, zu einer imposanten Kuppel zusammen.
Mehr Informationen: Tour D2 (Emporis)

 

One World Trade Center in New York City © Royce Douglas

One World Trade Center in New York City © Royce Douglas

Platz 4: Skidmore, Owings & Merrill für One World Trade Center

Am 30. April 2012 wurde One World Trade Center das höchste Gebäude New York Citys, sein Grundriss entspricht dem der ursprünglichen Twin Towers. Das Gebäude wurde mit extra starken Feuerschutzverkleidungen ausgestattet; zudem verfügen die Lüftungssysteme über chemische und biologische Filter. Die Feuertreppen wurden besonders breit und druckdicht umgesetzt.
Mehr Informationen: One World Trade Center (Emporis)

 

 

 

 

The Leadenhall Building in London © Michiel van Dijk

The Leadenhall Building in London © Michiel van Dijk

Platz 5: Rogers, Stirk Harbour + Partners für The Leadenhall Building

Auf der Südseite des Gebäudes ist jedes Stockwerk 0,75 Meter kürzer als das jeweilige darunter, wodurch die unverwechselbare Keilform des Leadenhall Buildings entsteht. 22 der insgesamt 29 Fahrstühle bestehen hauptsächlich aus Glas und befinden sich an der Außenseite des Gebäudes.
Mehr Informationen: The Leadenhall Building (Emporis)

 

 

 

 

Burj Mohammed Bin Rashid in Abu Dhabi © Ralf Roletschek

Burj Mohammed Bin Rashid in Abu Dhabi © Ralf Roletschek

Platz 6: Foster + Partners für Burj Mohammed Bin Rashid

Die reflektierende, belüftete Dreifachfassade sowie Solaranlagen auf dem Dach des derzeit höchsten Gebäudes in Abu Dhabi ermöglichen ein hohes Maß an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Ein Swimmingpool im 89. Stock und eine Dachterrasse sowie ein Fitnessstudio im 90. Stock bieten einen einzigartigen Blick über die Stadt.
Mehr Informationen: Burj Mohammed Bin Rashid (Emporis)

 

 

 

 

Soyak Kristal Kule in Istanbul © Igor Butyrskii

Soyak Kristal Kule in Istanbul © Igor Butyrskii

Platz 7: Pei Cobb Freed + Partners, Has Mimarlik für Soyak Kristal Kule

Die asymmetrisch geneigten Oberflächen verleihen dem Wolkenkratzer seine charakteristische Diamant-Form, die Fahrstühle im Hochhaus fahren bis mit einer Geschwindigkeit von bis zu sieben Metern pro Sekunde.
Mehr Informationen: Soyak Kristal Kule (Emporis)

 

 

 

 

 

One57 in New York City © Royce Douglas

One57 in New York City © Royce Douglas

Platz 8: Atelier Christian de Portzamparc, Frank Williams & Partners für One57

Die vertikalen Streifen der Gebäudefassade entstehen durch die Verwendung von dunklem und hellem Glas. Dieses beeinflusst nicht nur die Sonneneinstrahlung, sondern ermöglicht auch eine gute Aussicht. Seit Januar 2015 befindet sich in diesem Gebäude die teuerste Wohnung, die je in New York City verkauft wurde.
Mehr Informationen: One57 (Emporis)

 

 

 

 

Infinity in Brisbane © Tim Dickson

Infinity in Brisbane © Tim Dickson

Platz 9: DBI Design für Infinity

Infinity Tower ist momentan das höchste Wohngebäude in der australischen Stadt Brisbane. Die Fassade setzt effektvolle architektonische Elemente ein, wie etwa kontrastierende vertikale und horizontale Streifen.
Mehr Informationen: Infinity (Emporis)

 

 

 

 

 

KKR Tower in Kuala Lumpur © Mathias Beinling

KKR Tower in Kuala Lumpur © Mathias Beinling

Platz 10: GDP Architects für KKR Tower

Das Projekt umfasst verschiedene Nachhaltigkeits-Strategien, wie etwa das Auffangen und Sammeln von Regenwasser sowie eine energieeffiziente Ausstattung. Die begrünte Terrasse an der Spitze des Gebäudes ist durch eine Überdachung mit 50% offener Verglasung bedeckt.
Mehr Informationen: KKR Tower (Emporis)

 

 

 

 

Quelle: emporis.de

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