Hochhaus-Preis geht an polnisches Architekturbüro

Immer visionär, manchmal utopisch: Wie in jedem Jahr hat auch diesmal das US-Magazin eVolo futuristische Hochhaus-Entwürfe ausgezeichnet. Eingereicht wurden Ideen für eine Bio-Pyramide oder umweltfreundliche Bohrinseln. Wir zeigen die drei Gewinner.

Das US-amerikanische Architektur- und Design-Magazin eVolo kürt seit 2006 jedes Jahr die Gewinner seiner „Skyscraper Competition“, eines Wolkenkratzer-Wettbewerbs. Ausgezeichnet werden dabei zukunftsweisende, konzeptuelle Hochhausentwürfe. In diesem Jahr waren 480 Entwürfe aus der ganzen Welt eingereicht worden, 18 von ihnen wurden prämiert: Neben 15 „lobenden Erwähnungen“ – unter anderem für ein Öko-Wasserschloss, vertikale Fabriken und einen Wohnblock auf Stelzen – wählte die Expertenjury die folgenden drei Gewinner:

Platz eins: Ewa Odyjas, Agnieszka Morga, Konrad Basan, Jakub Pudo (Büro BOMP) aus Polen für Essence Skyscraper

Der eindrucksvolle Bau soll als Zufluchtsort für gestresste Großstädter dienen und dabei einen Beitrag zur Rolle des öffentlichen Raums in stark verdichteten Metropolen leisten. Elf verschiedene Landschaften wie Wasserfälle, Aquarien und Dschungel-Flächen wurden in eine transluzente Hülle gepackt, wobei die Entwerfer ihr Hochhaus als zwar für die Öffentlichkeit zugänglichen, aber auch geheimen Park verstehen, weil keine Ein- oder Ausblicke möglich sind.

Essence Skyscraper © eVolo

Essence Skyscraper © eVolo

 

Platz zwei: Suraksha Bhatla und Sharan Sundar aus Indien für Invisible Perception

Die Schere zwischen Arm und Reich und die Anzahl an Slum-Bewohnern wächst in Indien immer mehr. Der zweitplatzierte Entwurf sieht daher einen Shanty-Scaper (shanty = Hütte) vor, mitten im Slum der Metropole Chennai. Er soll aus dem Bauschutt der Stadt errichtet werden, aus Resten von Holz, Stahl und Wellblech, und seinen Bewohnern einen Ort zum Wohnen, Arbeiten und für ihre Freizeit bieten.

Invisible Perception © eVolo

Invisible Perception © eVolo

 

Platz drei: Egor Orlov aus Russland für Cybertopia

Die Verschmelzung von analoger und digitaler Welt in einer Stadt, die sich ganz an unseren Wünschen und Bedürfnissen orientiert, ist das Ziel des drittplatzierten Entwurfs – dessen exakte Gestalt sich anhand der Illustrationen nur erahnen lässt. Ein Gittertragwerk soll dabei ermöglichen, dass der physische Raum sich stets an die Wissensströme des Internets anpasst.

Cybertopia © eVolo

Cybertopia © eVolo

 

(Weitere Informationen unter: evolo.us, baunetz.de, manager-magazin.de, bild.de)

 

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